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Angst vor Mordanschlag : „Todesstrafe“ für Radovan Karadžić?

Als Kriegsverbrecher verurteilt: Radoslav Karadžić in Den Haag 2016 Bild: dpa

Der in Den Haag verurteilte Kriegsverbrecher Radovan Karadžić wähnt sich in Lebensgefahr durch britische Islamisten. Denn bald soll der frühere Anführer der bosnischen Serben in ein Gefängnis im Vereinigten Königreich überstellt werden.

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          Im März 2018 wurde der einstige bosnische Serbenführer Radovan Karadžić zum Abschluss eines sich über fast ein Jahrzehnt hinziehenden Verfahrens zu lebenslanger Haft verurteilt. Der vor dem Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien angeklagte einstige Präsident der bosnischen Serbenrepublik wurde unter anderem für schuldig befunden, für die jahrelange Belagerung Sarajevos sowie das Massaker von Srebrenica führend Mitverantwortung zu tragen.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Nun hat der Mann, dessen Politik zwischen 1992 und 1995 Zehntausenden bosnischen Muslimen das Leben kostete, offenbar selbst Angst um sein Leben. Der Grund ist die bevorstehende Verlegung in ein Gefängnis in Großbritannien, wo er seine Strafe verbüßen soll. In einer britischen Haftanstalt jedoch, so führen Karadžić und seine Anwälte an, sei der Gefangene seines Lebens nicht sicher. Er drohe zum Opfer von Lynchjustiz muslimischer Mithäftlinge zu werden, warnt Karadžićs Rechtsvertreter Peter Robinson. Der Fall eines anderen einst in Großbritannien inhaftierten serbischen Häftlings zeigt, dass die Warnung nicht so absurd ist, wie sie zunächst klingen mag.

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