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Angst vor der Familie : Geflüchtete Saudi-Araberin fliegt nach Kanada

  • Aktualisiert am

Nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien nach Thailand will Rahaf Mohammed al-Kunun nun von Bangkok nach Kanada fliegen Bild: AFP

Auf der Flucht vor ihrer Familie in Saudi-Arabien wurde Rahaf Mohammed al-Kunun am Wochenende in Bangkok gestoppt. Ihre Abschiebung konnte sie verhinden – jetzt darf sie Thailand verlassen.

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          Die aus Angst vor ihrer Familie geflohene Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun wird am Freitag von Bangkok nach Kanada fliegen. Der Flug nach Kanada starte um 23.15 Uhr, sagte der Chef der thailändischen Einwanderungsbehörde, Surachate Hakparn, der Nachrichtenagentur AFP. Die 18-Jährige war am Wochenende mit einer Maschine aus Kuwait in Bangkok gelandet und dort von der thailändischen Einwanderungsbehörde gestoppt worden.

          Die junge Frau hatte mithilfe ihrer Twitter-Botschaften durchgesetzt, dass sie nicht zu ihrer Familie zurückkehren muss – am Freitag aber schaltete die 18-Jährige ihr Konto plötzlich ab. Zum letzten Mal meldete sie sich mit einer etwas kryptischen Kurzbotschaft: „Ich habe einige gute Nachrichten und einige schlechte Nachrichten“, erklärte sie, kurz danach war ihr Konto deaktiviert.

          Nach Angaben von Phil Robertson von Human Rights Watch hatte Rahaf Morddrohungen erhalten. Näheres wisse er nicht, sagte Robertson. Doch auch Drohungen von Internettrollen müssten ernstgenommen werden.

          Die 18-Jährige war am vergangenen Wochenende auf der Flucht vor ihrer Familie von der thailändischen Einwanderungsbehörde am Flughafen Bangkok gestoppt worden. Mit Hilfe eines rasch eingerichteten Twitter-Kontos, dem bald 100.000 Nutzer folgten, konnte sie jedoch ihre Abschiebung verhindern. Inzwischen befindet sich Rahaf in der Obhut des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Bangkok. Ihren Unterstützern zufolge schaltete sie ihr Twitter-Konto selbst ab.

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