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Roma in Italien : So darf man doch nicht sterben

Nicht alle Italiener sehen es gerne, dass Papst Franziskus Romas mit offenen Armen empfängt, wie hier Anfang Mai in der Lateranbasilika in Rom. Bild: AFP

Eine Bluttat verschärft die Debatte über den Umgang mit den in Italien lebenden Roma. Die Angst vor den „Dieben und Mördern“ ist Wasser auf die Mühlen rechter Parteien im Land.

          7 Min.

          So eine Bestattung hat Monte Sacro Alto lange nicht erlebt. Tags darauf schrieben die Zeitungen, „das ganze Viertel“ habe Abschied genommen von Anna Tomasino. Das war natürlich übertrieben. Das Wohnquartier Monte Sacro Alto, im äußersten Nordosten Roms gelegen, hat gut 30.000 Einwohner. Und die waren gewiss nicht alle dabei, als für Anna Tomasino in der Chiesa di San Giovanni Crisostomo die Totenmesse gelesen wurde. Aber viele waren es schon: in der Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, und auch später auf dem Friedhof.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Die Kirche des Heiligen Johannes Chrysostomos wurde in den sechziger Jahren errichtet. Es ist ein flacher Betonklotz im Stil des späten Brutalismus. Der Sakralbau mochte, wie die ebenfalls seinerzeit errichteten Mietskasernen des Viertels, vor fünfzig Jahren den frischen Zeitgeist moderner Funktionalität geatmet haben. Heute sehen die Kirche und das gesamte Quartier irgendwie abgearbeitet und altersgrau aus.

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