https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/angriffe-von-aserbaidschan-russland-hilft-armenien-nicht-18313327.html

Aserbaidschanische Angriffe : Die Schutzmacht hilft Armenien nicht

Ein aserbaidschanischer Panzer im Dezember 2020 Bild: dpa

Nach einer neuen Eskalation im Südkaukasus mit Dutzenden Toten wirbt Armenien hektisch um Unterstützung. Hingehalten wird das Land von seiner früheren Schutzmacht Russland.

          3 Min.

          Nach einem neuen Aufflammen des Krieges mit Aserbaidschan zählt Armenien mindestens 49 getötete Soldaten. Das sei leider noch nicht die endgültige Zahl, sagte Ministerpräsident Nikol Paschinjan am Dienstagmorgen im Parlament. Kurz nach Mitternacht hatte das armenische Militär über Beschuss vonseiten Aserbaidschans und eine „groß angelegte Provokation“ berichtet. Truppen des Nachbarlandes versuchten, auf armenisches Gebiet vorzudringen. Genannt wurden Städte und Orte wie Wardenis, Sotk, Dschermuk, Goris und Kapan.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Sie liegen im Südosten des Landes nahe der Grenze zu Aserbaidschan. Militärische Stellungen und zivile Infrastruktur seien mit Artillerie, Granatwerfern und Drohnen angegriffen worden. Das Gesundheitsministerium in Eriwan teilte mit, drei Zivilisten seien verwundet worden. Aserbaidschans Verteidigungsministerium wies dies zurück, beklagte seinerseits armenische „Provokationen“ in den Gebieten Daschkasan, Kelbadschar und Latschin; es seien Soldaten getötet worden, zu deren Zahl Baku zunächst keine Angaben machte. Man ergreife „gezielte Gegenmaßnahmen“ gegen „militärische Objekte“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+