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Angriff auf Ölanlagen : Schlag ins Herz Saudi-Arabiens

Rauchwolken steigen im saudischen Buqyaq auf. (Video-Standbild des Nachrichtensenders al-Arabiya) Bild: dpa

Amerika hat sich lange für globale Ordnungsaufgaben zuständig gefühlt. Nun testen seine Gegner, wie weit es damit noch her ist. Jene, die auf eine militärische Eskalation setzen, sollten ihren Willen nicht bekommen.

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          Wenn man der Weltwirtschaft, die ohnehin in einer labilen Verfassung ist, einen harten Schlag versetzen wollte, dann haben die Urheber des Angriffs auf die wichtigsten Ölanlagen in Saudi-Arabien zumindest dieses Ziel erreicht: Der Rohölpreis ist am Montag rasant gestiegen, weil das saudische Ölangebot um rund die Hälfte der normalen Tagesproduktion eingebrochen ist. Wie lange das Weltmarktangebot davon betroffen sein wird, kann man kaum vorhersagen. Dass der amerikanische Präsident die Ölreserven für den Fall von Engpässen freigeben will, ist zumindest ein Indiz für das Ausmaß der Zerstörung.

          Für Saudi-Arabien bedeutet dieser dramatische Angriff im Herzen der saudischen Ostprovinz, einer Schlüsselregion für die globale Energieversorgung, mehr als nur einen Gesichtsverlust. Er hat das Rückgrat der saudischen Wirtschaft getroffen und damit die globale Ölversorgung in Mitleidenschaft gezogen. Dass die vermutlich wichtigsten Ölanlagen im Land derart verwundbar sind, damit hat man sicher nicht gerechnet. Aber man hätte dennoch besser darauf vorbereitet sein müssen. Jetzt steht die saudische Verlässlichkeit in Zweifel.

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