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Tod des früheren Präsidenten : Merkel reist zu Trauerfeier für Präsident Bush

  • -Aktualisiert am

George H. W. Bush (1924 - 2018) Bild: AP

Der verstorbene frühere amerikanische Präsident George H. W. Bush soll am Donnerstag in Texas beerdigt werden. An den Trauerfeierlichkeiten am Mittwoch in Washington wird auch die Kanzlerin teilnehmen.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird zu den Trauerfeierlichkeiten für den früheren amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush am Mittwoch in Washington reisen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag mit. Bereits am Montag soll Bushs Leichnam in der Rotunde des Kongresses aufgebahrt werden. Am Mittwoch wird der Sarg dann in die National Cathedral in Washington gefahren, wo dem Verstorbenen in einem Trauergottesdienst die letzte Ehre erwiesen werden soll – im Beisein von Präsident Trump. Am Donnerstag soll Bush dann im Familiengrab nahe dem Bush-Archiv in College Station in Texas neben seiner Frau Barbara beerdigt werden.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Merkel werde am Dienstag nach Washington fliegen und unmittelbar nach der Trauerfeier nach Berlin zurückkehren, erklärte Seibert. Mit Präsident Bush sei ein Amerikaner verstorben, „dem die deutsche Wiedervereinigung am Herzen lag und dessen tatkräftiger Unterstützung wir deren Gelingen wie das Ende des Kalten Krieges zu verdanken haben“.

          Vertraute der Familie Bush äußerten, der Verstorbene habe eine Teilnahme Trumps an den Trauerfeierlichkeiten trotz aller politischen Differenzen gewünscht. Als Bushs Frau Barbara im April verstarb, nahm Trump nicht an der Trauerfeier teil – aus Rücksicht auf die Familie, wie es hieß. Die ehemalige First Lady hatte Trump im Wahlkampf 2016 öffentlich kritisiert, weil dieser „schreckliche Dinge“ über Frauen geäußert habe.

          Präsident Trump würdigte seinen verstorbenen Vorgänger als einen Staatsmann , der Amerika und die Welt mit festem Urteilsvermögen, gesundem Menschenverstand und unerschütterlicher Führung zu einem friedlichen und siegreichen Ende des Kalten Krieges gesteuert habe. In einer Erklärung, in der er die Differenzen, die es zwischen ihnen gegeben hatte, überging, lobte Trump Bush dafür, den Boden für den Wohlstand Amerikas in den vergangenen Jahrzehnten bereitet zu haben.

          Trump ordnete Trauerbeflaggung für dreißig Tage an und erklärte den Mittwoch zu einem nationalen Trauertag. Trump kündigte an, Bushs Leichnam werde in Texas von einem Regierungsflugzeug, der „Air Force One“, abgeholt – eine symbolische Geste, denn „Air Force One“ ist eigentlich das Funkrufzeichen für jedes Flugzeug, in dem sich der amtierende Präsident befindet.

          George H.W. Bush, hier auf einem Foto von 2010 Bilderstrecke

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