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Merkel und Hollande : Vereint gegen den Klimawandel

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Herzliche Begrüßung: Angela Merkel und Francois Holland wollen gemeinsam gegen den Klimawandel angehen. Bild: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande fordern eine kohlenstofffreie Wirtschaft. Ärmere Länder sollen außerdem hohe Summen zur Verbesserung des Klimaschutzes erhalten.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande haben zu größeren Anstrengungen aufgerufen, um im Dezember auf der UN-Klimakonferenz in Paris ein verbindliches, weltweites Klimaschutzabkommen zu erreichen. „Wir müssen alles tun, damit wir die Pariser Konferenz zu einem Erfolg machen“, sagte Merkel in ihrer Rede am Dienstag auf dem Petersberger Klimadialog in Berlin. „Wir haben die Pflicht, zum Erfolg zu kommen“, sagte auch Hollande.

          Es müsse gelingen, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, „um wenigstens die krassesten Folgen des Klimawandels abzuwenden“, sagte Merkel. Dafür sei im Laufe dieses Jahrhunderts weltweit „ein vollständiges Umsteigen auf kohlenstofffreies Wirtschaften“ notwendig. Im Rahmen dieses Umbauprozesses müsse es auch gelingen, „wirtschaftliche Leistung und ambitionierte Klimaziele in Einklang zu bringen“. Merkel bekräftigte auch die deutsche Bereitschaft, dazu beizutragen, dass ärmeren Ländern die notwendige Unterstützung bei Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen gewährt werde.

          87 Milliarden Euro für ärmere Länder

          „Die Klimaerwärmung ist nicht nur eine Bedrohung, sondern auch eine Quelle der Gelegenheiten“, sagte Hollande zu dem angestrebten klimafreundlichen Umbau der Weltwirtschaft. Auch er hob die Bedeutung der Klimafinanzierung zugunsten der Entwicklungsländer hervor: „Wenn wir es nicht schaffen, uns in dieser Frage zu verständigen, wird es kein Abkommen in Paris geben.“ Ebenso wie Merkel warb Hollande für einen möglichst weltweiten Ausbau des Emissionshandels, um eine Minderung von CO2-Emissionen möglichst kostengünstig zu erreichen.

          Auch in einer gemeinsamen Erklärung bekennen sich Deutschland und Frankreich klar zum Zwei-Grad-Ziel. „Wir brauchen sofortiges Handeln und einen ambitionierten globalen Rahmen, um auf einen Pfad zu kommen, der mit diesem Ziel vereinbar ist“, heißt es in dem Text. „Wir rufen alle Staaten auf, daran engagiert mitzuwirken.“ Bekräftigt wird das Ziel, ärmeren Ländern ab 2020 jährlich rund 87 Milliarden Dollar für Klimaschutz und zur Bewältigung von Folgen der Erderwärmung zur Verfügung zu stellen.

          An dem informellen Petersberger Klimadialog nahmen am Montag und Dienstag Minister und Klimabeauftragte aus etwa 35 Staaten teil.

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