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Vor geplanter Demonstration : Anführer der rechten Proud Boys in Washington festgenommen

  • Aktualisiert am

Henry „Enrique“ Tarrio, Anführer der Proud Boys, bei einer Kundgebung im September 2020 Bild: dpa

In Amerikas Hauptstadt wollen die sogenannten Proud Boys auf die Straße gehen, um gegen das Wahlergebnis zu protestieren. Nun ist der Anführer der Gruppe wegen Sachbeschädigung festgenommen worden.

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          Zwei Tage vor einer geplanten Demonstration von Anhängern des abgewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist der Anführer der rechten Gruppe Proud Boys in Washington verhaftet worden. Die Polizei in der amerikanischen Hauptstadt teilte mit, gegen Henry „Enrique“ Tarrio habe ein Haftbefehl wegen Sachbeschädigung am Rande einer Pro-Trump-Demonstration in Washington im vergangenen Monat vorgelegen. Tarrio habe außerdem Schusswaffen-Magazine mit sich geführt. Die „Washington Post“ berichtete, der Sachbeschädigungsvorwurf beziehe sich auf das Verbrennen eines Black Lives Matter-Transparents, das von einer Kirche entwendet worden sei.

          Die „Washington Post“ berichtete, Tarrio habe der Zeitung damals gesagt, er habe zu jenen gehört, die das Transparent verbrannt hätten. Die Polizei teilte mit, der aus Miami stammende Tarrio sei am Montag (Ortszeit) verhaftet worden, als er in die Hauptstadt gekommen sei, wo Trump-Unterstützer für Mittwoch abermals zu einer Demonstration aufgerufen haben. Trump teilte am Montag auf Twitter einen Aufruf zur Teilnahme an dem Protest in der Nähe des Weißen Hauses. Am selben Tag soll der Kongress das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 3. November zertifizieren, die der Demokrat Joe Biden gewonnen hat.

          Der Republikaner Trump und viele seiner Anhänger erkennen den Wahlsieg Bidens nicht an. Sie behaupten, es sei zu massivem Wahlbetrug bekommen, wofür es keine Beweise gibt. Bereits bei zwei Demonstrationen im Dezember und im November hatten sich in Washington Tausende Unterstützer Trumps versammelt, darunter Anhänger der Proud Boys. Am Rande der Proteste kam es vereinzelt zu Zusammenstößen. Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser forderte Hauptstadtbewohner am Montag dazu auf, Konfrontationen mit gewaltbereiten Demonstranten zu vermeiden. Sie riet dazu, dem Gebiet der Proteste am Mittwoch fernzubleiben.

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