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Andrej Lugowoj : Russlands Mann für die „Verräter“

Andrej Lugowoj und Dimitri Kuvtun bei einer Pressekonferenz im Jahr 2007, nachdem London die beiden Männer des Mordes an Alexandr Litwinenko bezichtigte. Bild: AP

Wenn irgendwo auf der Welt mal wieder ein Gegner des Kremls einen plötzlichen Tod erleidet, folgt die Propagandamaschinerie einer bewährten Strategie. Einem Mann kommt dabei eine besondere Rolle zu.

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          Am Freitag bemühten Russlands Staatsmedien wieder einen Arzt, um Zweifel an der in Deutschland festgestellten Vergiftung des Oppositionellen Alexej Nawalnyj mit dem Kampfstoff Nowitschok zu säen. Ein Toxikologe des Omsker Krankenhauses, in dem Nawalnyj zuerst behandelt worden war, sprach von „Verdauungsproblemen“ im Rahmen einer „Diät“ und von Stoffwechseländerungen, die „am Vorabend, einige Stunden, ich würde sogar sagen, einige Tage vor Einlieferung“ begonnen hätten.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Giftstoffe seien bei Nawalnyj nicht festgestellt worden: „Die Situation könnte durch Stress, Überanstrengung, Alkohol, heißes oder kaltes Wetter provoziert worden sein“, hieß es, „sogar durch das banale Fehlen eines Frühstücks“. In diesem Lichte war der Appell des Sprechers von Präsident Wladimir Putin zu verstehen, sich im Fall des „Berliner Patienten“, wie Dmitrij Peskow den nie zu benennenden Nawalnyj nun umschreibt, „auf Fakten zu stützen“.

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