https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ampel-frankreichs-erwartungen-an-die-neue-deutsche-regierung-17671790.html

Vor Antrittsbesuchen : Frankreichs Erwartungen an die Ampel

Kennen sich schon gut: Frankreichs Präsident Macron mit dem damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz im Elysee-Palast Bild: dpa

Mit der neuen deutschen Regierung hofft Frankreichs Präsident Macron auf mehr Gemeinsamkeiten in der EU-Außen- und Sicherheitspolitik. Er tut dies besonders im Blick auf China und Russland.

          3 Min.

          Der Wehmut über das Ende der Ära Merkel ist in Paris Neugier auf die neue Bundesregierung gewichen. Präsident Emmanuel Macron hat die Erwartungen an Berlin bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Jacques Delors Instituts in Paris anklingen lassen. Den europäischen Aufbauplan „Next Generation EU“ bezeichnete er als großen Erfolg, auf den nicht ein Zurück zum Status quo des Stabilitätspakt folgen könne.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Stattdessen regte Macron an, über nationale Wiederaufbaupläne hinaus an grenzübergreifende Zukunftsinvestitionen zu denken. In der Außen- und Sicherheitspolitik äußerte er die Hoffnung, viel stärker als bisher gemeinsame EU-Interessen gegenüber China oder Russland zu formulieren. „Europa muss seine eigenen militärischen, technologischen, kulturellen Entscheidungen treffen“, sagte Macron. Das betreffe auch die europäischen Werte. „Wir haben provinzielle Debatten, dabei ist das wirkliche Thema, wie wir uns zum chinesischen, aber auch zum amerikanischen Modell verhalten.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Wie lange drehen sich die Baukräne – wie hier in Hamburg – noch? Die Rahmenbedingungen sind extrem schwierig, die Regierung ist ratlos.

          Baupolitik der Regierung : Dieses Haus braucht niemand

          Erst hatte sie keine Kompetenzen – dann kam auch noch Pech dazu: Bauministerin Klara Geywitz will für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen. Ihre Bemühungen wirken zunehmend verzweifelt.
          Ostentative Freude am Fahren: Toyota-Chef Akio Toyoda (rechts) und sein designierter Nachfolger Koji Sato im Firmenvideo

          Umweltfreundliche Autos : Toyota denkt anders

          Der japanische Marktführer hat den Trend zum Batterie-Elektroauto nicht verschlafen. Doch er geht seinen eigenen Weg – zahlt sich das aus?