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Wegen Sicherheitsgesetz : Amnesty International schließt Büros in Hongkong

  • Aktualisiert am

Protest von Amnesty International gegen das Sicherheitsgesetz in Hongkong im Juni 2020 Bild: Picture-Alliance

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schließt ihre Büros in Hongkong. Der Grund für die Entscheidung ist das im Juli 2020 in Kraft getretene Sicherheitsgesetz.

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          Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schließt eigenen Angaben zufolge ihre Büros in Hongkong. Wie die Organisation am Montag mitteilte, erfolgte der Schritt aufgrund des von Peking erlassenen sogenannten Sicherheitsgesetzes. Das Gesetz mache es Menschenrechtsorganisationen in Hongkong „praktisch unmöglich, frei und ohne Angst vor ernsthaften Vergeltungsmaßnahmen seitens der Regierung zu arbeiten“, teilte die Vorstandsvorsitzende Anjhula Mya Singh Bais mit.

          Amnesty habe die Entscheidung „schweren Herzens“ getroffen. Das sogenannte Sicherheitsgesetz trat im Juli 2020 in Kraft. Es erlaubt den Behörden ein drakonisches Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. Mehr als 150 Menschen wurden auf der Grundlage des Sicherheitsgesetzes bislang festgenommen, darunter Journalisten, Studenten und auch ehemalige Abgeordnete.

          In Hongkong hatte es 2019 monatelang Massenproteste gegen den wachsenden Einfluss Pekings gegeben. Seitdem gehen die Behörden mit zunehmender Härte gegen Kritiker in der Sonderverwaltungszone vor.

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