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Amerikanischer Wahlkampf : Hillary Clinton steigt in Präsidentschaftswahlkampf ein

  • Aktualisiert am

Profilierte sich als New Yorker Senatorin: Hillary Clinton Bild: REUTERS

Das Weiße Haus kennt Hillary Clinton schon in- und auswendig. Acht Jahre lang war sie an der Seite ihres Ehemanns und früheren Präsidenten Bill „nur“ First Lady. Jetzt will die 59 Jahre alte New Yorker Senatorin Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden, um selbst das höchste Amt zu erreichen.

          Hillary Clinton will zurück ins Weiße Haus - allerdings nicht als First Lady, sondern als Präsidentin. Am Samstag gab die New Yorker Senatorin bekannt, dass sie sich um die Kandidatur für das höchste Staatsamt bewerben will. Sie sei im Rennen, „und ich bin dabei, um zu gewinnen“, erklärte die 59-Jährige auf ihrer Webseite www.hillaryclinton.com. Clinton werden derzeit die besten Chancen eingeräumt, von den Demokraten als Kandidatin nominiert zu werden.

          Die ehemalige First Lady verfügt über ein Budget von mehr als 14 Millionen Dollar (10,8 Mio. Euro), eine große Zahl von Unterstützern und ein erfahrenes Beraterteam. An ihrer Seite steht ihr Ehemann Bill, der von 1993 bis 2001 amerikanischer Präsident war. Als schärfste Konkurrenten Hillary Clintons gelten amerikanischer Senator Barack Obama, der seine Kandidatur vor wenigen Tagen bekannt gegeben hatte, und der frühere Senator John Edwards. Für Sonntag wird die Ankündigung des Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, erwartet, sich ebenfalls bewerben zu wollen.

          Clinton wäre die erste Frau eines Expräsidenten, die sich um das höchste Staatsamt bemüht. Sollte sie zur Kandidatin der Demokraten gekürt werden und die Wahl im November 2008 gewinnen, wäre sie die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten. Sie gilt als Persönlichkeit, die die Wähler polarisiert: Von vielen wird sie bewundert, von anderen verachtet - gleichgültig stehen ihr die wenigsten Amerikaner gegenüber. Kritiker werfen ihr fehlendes Charisma und berechnendes Verhalten vor, ihre Anhänger verweisen auf ihre politische Erfahrung, ihr Arbeitsethos und ihre große Popularität unter Frauen und Jugendlichen.

          Die 59-Jährige liegt in Umfragen bereits vorne

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