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Amerika und Iran : Trump: Teheran will ein Treffen

Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AP

Der amerikanische Präsident bestätigt, dass über ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani in New York nachgedacht wird. Das Außenministerium beschuldigt Teheran derweil, Öl nach Syrien geliefert zu haben.

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          Nach Außenminister Mike Pompeo hat auch der amerikanische Präsident Donald Trump bestätigt, dass Möglichkeiten für ein Treffen zwischen ihm und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani Ende September in New York eruiert werden. „Ich kann Ihnen sagen, dass Iran ein Treffen will“, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Zuvor hatte Pompeo bestätigt, dass Trump zu einem solchen Treffen „ohne Vorbedingungen“ bereit sei.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Rohani wird in der übernächsten Woche zum Auftakt der Generaldebatte der UN-Vollversammlung erwartet. Kürzlich noch hatte Rohani ein bilaterales Treffen mit Trump ausgeschlossen. Denkbar seien allenfalls Verhandlungen im Rahmen der Sechsergruppe, die das Atomabkommen von 2015 ausgehandelt hatte, sagte er; zudem müsse Trump zuvor die Sanktionen gegen Iran aufheben. Das Ausscheiden John Boltons als Nationaler Sicherheitsberater Trumps war in Teheran indirekt gelobt worden. Bolton hatte im Frühsommer Trumps Entscheidung kritisiert, auf einen Vergeltungsschlag für den Abschuss einer amerikanischen Drohne durch Iran zu verzichten. Trump dementierte im Übrigen Berichte, er werde Pompeo zusätzlich zu dessen Amt als Außenminister auch die Leitung des Nationalen Sicherheitsrats übertragen.

          Das Außenministerium beschuldigte Iran unterdessen, seine Zusage gebrochen zu haben, dass das Öl an Bord des Tankers Adrian Darya 1 nicht nach Syrien geliefert werde. Eine Sprecherin äußerte am Donnerstag, den Vereinigten Staaten lägen Beweise dafür vor. Das Schiff war, damals noch unter dem Namen Grace 1, Anfang Juli von der britischen Marine vor der Küste Gibraltars festgesetzt worden. Die Regierung in London verdächtige Iran, Öl nach Syrien liefern zu wollen, was gegen EU-Sanktionen verstieße. Nachdem Iran eine anderslautende schriftliche Versicherung abgegeben hatte, wurde das Schiff nach etwa sechs Wochen freigegeben. Anfang der Woche teilten die iranischen Behörden mit, die Ladung des Schiffes sei auf hoher See an eine Privatfirma verkauft worden. Zuvor hatte der Tanker im östlichen Mittelmeer offenbar seine Ortungssignale ausgeschaltet.

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