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Sanktionen gegen Nordkorea : Amerikanischer Generalstabschef lobt China

  • -Aktualisiert am

Joseph Dunford mit Präsdient Xi Jinping Bild: AP

Bei einem Besuch in China hat der amerikanische Generalstabschef Joseph Dunford Chinas Bemühungen gelobt, die Sanktionen gegen Nordkorea zu unterstützen. Eine Warnung an das Regime in Pjöngjang?

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          Der amerikanischen Generalstabschef Joseph Dunford ist zum Abschluss seines China-Besuches am Donnerstag von Präsident Xi Jinping empfangen worden. Nach den Spannungen wegen Nordkorea und der amerikanisch-chinesischen Handelsstreitigkeiten ist die protokollarisch ungewöhnliche Begegnung eine freundliche Geste Pekings an die Regierung Trump. Das Treffen lässt sich auch als eine Warnung an Nordkorea verstehen.

          Xi Jinping begrüßte den General als den ersten Vertreter des amerikanischen Militärs, der seit dem Amtsantritt von Präsident Trump China besucht, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Dunfords Besuch zeige, dass die Beziehungen zwischen den Militärs beider Länder Fortschritte machten. Dunford besucht seit Montag China und durfte auch eine Übung der Volksbefreiungsarmee in Nordchina beobachten.

          Dunford lobt Chinas Bereitschaft zu Sanktionen gegen Nordkorea

          Bei seinem Besuch wurde ein neuer Kommunikationsmechanismus zwischen den beiden Militärs vereinbart. Chinas höchster General, Fan Changlong sagte dem amerikanischen Besucher, Verhandlungen seien der einzige Weg zur Lösung des Nordkorea-Frage. Dunford lobte Chinas Entscheidung, sich den neuen Sanktionen gegen Nordkorea anzuschließen. Dunford sagte in China, dass er der amerikanischen Regierung geraten habe, die amerikanisch-südkoreanischen Manöver nicht aufzugeben, so lange eine nordkoreanische Bedrohung besteht. Die chinesische Regierung hatte vorgeschlagen, als ersten Schritt zur Lösung der Krise gleichzeitig die Manöver und das Atomprogramm Nordkoreas einzufrieren.

          Die Beziehungen zwischen Peking und Washington sind schwer belastet, seit der amerikanische Präsident am Montag eine Untersuchung gegen chinesische Handelspraktiken autorisiert hat. Diese könnte zu einem Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt führen. Der amerikanische Präsident fordert außerdem von China, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben und es von seinem provokativen Verhalten abzubringen.

          Trump hat einen Zusammenhang zwischen Chinas Kooperation in der Nordkorea-Frage und der Handelsproblematik hergestellt, der von der chinesischen Regierung zurückgewiesen wird. Fan Changlong kritisierte gegenüber Dunford die Einsätze von amerikanischen Schiffen und Flugzeugen im Südchinesischen Meer, die Stationierung des amerikanischen Raketenabwehrsystems Thaad und amerikanische Waffenlieferungen an Taiwan.

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