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Afghanistan : Amerikaner beginnen Truppenabzug

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Für viele amerikanische Soldaten könnte der Besuch Donald Trumps in Kabul im vergangenen November der letzte gewesen sein. Bild: dpa

Nach dem Abschluss des Abkommens mit den Taliban hat die amerikanische Armee mit ihrem stufenweisen Truppenabzug aus Afghanistan begonnen. Doch ganz beendet ist der Einsatz nach 18 Jahren nicht.

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          Die amerikanischen Streikräfte haben nach dem Abkommen der Vereinigten Staaten mit den Taliban von vor mehr als einer Woche ihren schrittweisen Abzug aus Afghanistan eingeleitet. Innerhalb der nächsten 135 Tage wolle man die Truppenstärke auf 8600 Mann reduzieren, teilte ein Sprecher der amerikanischen Streitkräfte am späten Montagabend mit.

          Die Streitkräfte seien aber weiterhin in der Lage, ihre Anti-Terror-Missionen gegen Al-Kaida oder die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) fortzuführen, hieß es in der Mitteilung. Außerdem wolle man weiterhin die afghanischen Sicherheitskräfte unterstützen.

          Ende Februar hatten die Amerikaner nach langen Verhandlungen mit den Taliban ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan geschlossen. Es soll nach mehr als 18 Jahren Präsenz im Land einen stufenweisen Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan einleiten und zu innerafghanischen Friedensgesprächen führen.

          Die Vereinigten Staaten haben aktuell zwischen 12.000 und 13.000 Soldaten in Afghanistan stationiert. Rund 8000 sind im Zuge der Nato-Ausbildungsmission „Resolute Support“ (RS) im Land und bilden afghanische Sicherheitskräfte aus, die anderen unterstützen den Anti-Terror-Kampf im Land, oder beides.

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