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Vereinigte Staaten : Diözese wegen Zahlungen an Missbrauchsopfer pleite

  • Aktualisiert am

In den Vereinigten Staaten hat eine Diözese im Bundesstaat Montana Konkurs angemeldet, nachdem sie Zahlungen in Millionenhöhe an Hunderte Missbrauchsopfer zahlen musste.

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          Wegen Zahlungen in Millionenhöhe an die Opfer sexuellen Missbrauchs hat eine katholische Diözese in Amerika Konkurs angemeldet. Es ist die elfte Diözese, die in den Vereinigten Staaten nach teuren Gerichtsverfahren über jahrzehntelangen Missbrauch durch Priester, Nonnen und andere Mitarbeiter in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Die Diözese Helena im Bundesstaat Montana reichte jetzt ihren Insolvenzantrag bei Gericht ein, berichtete der TV-Sender NBC.

          Der Schritt erfolgt im Zusammenhang mit einer Entschädigungszahlung in Höhe von 15 Millionen Dollar (rund 11,1 Millionen Euro). Bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein sollen in Helena insgesamt 362 Kinder missbraucht worden sein. Weitere 2,5 Millionen Dollar wurden für mögliche weitere Betroffene zurückgelegt, welche die Missbrauchsfälle bisher verschwiegen haben.

          Helenas Bischof George Leo Thomas entschuldigte sich schriftlich bei den Opfern. Er wolle die mehr als 30 Jahre alten Unterlagen durchsehen und klären, ob „Versäumnisse der Führung“ beabsichtigt gewesen seien.

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