https://www.faz.net/-gq5-85sm8

Vereinigte Staaten : Terrorermittlungen nach Angriff in Tennessee

  • Aktualisiert am

Mohammod Youssuf Abdulazeez, der mutmaßliche Schütze von Tennessee. Bild: Reuters

In dem amerikanischen Bundesstaat hat ein Angreifer auf Militäreinrichtungen geschossen und vier Menschen getötet. Über das Motiv des Schützen wird bislang nur spekuliert. Ein terroristischer Hintergrund wird geprüft.

          1 Min.

          Die Vereinigten Staaten haben mit Entsetzen und verstärkten Sicherheitsvorkehrungen auf die tödliche Attacke auf zwei Militäreinrichtungen im Bundesstaat Tennessee reagiert. Obwohl das Motiv des Täters zunächst nicht bekannt war, nahmen die Behörden auch Terrorermittlungen auf.

          Bei dem Überfall auf die Einrichtungen in der Stadt Chattanooga hatte der Angreifer am Donnerstag vier Armee-Angehörige erschossen. Mindestens vier Menschen wurden nach Polizei-Angaben verletzt. Der Bundespolizei FBI zufolge handelte es sich bei dem Schützen, der ebenfalls ums Leben kam, um einen 24-Jährigen mit arabisch klingendem Namen.

          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android
          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android

          Das neue Angebot für den klugen Überblick: Die wichtigsten Nachrichten und Kommentare der letzten 24 Stunden – aus der Redaktion der F.A.Z. – bereits über 100.000 mal heruntergeladen.

          Mehr erfahren

          Präsident Barack Obama sagte: „Wir nehmen alle bewaffneten Attacken sehr ernst.“ Sein Mitgefühl gelte den Familien der Opfer. Der Bürgermeister der Stadt, Andy Berke, sprach bei einer Pressekonferenz mit dem Gouverneur von Tennessee, Bill Haslam, von einem „tragischen Tag“. Menschen legten in der Nähe der Tatorte Blumen nieder.

          In den Vereinigten Staaten wurden an vielen staatlichen Gebäuden - besonders des Militärs - die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

          Über die Motive des Mannes wurde in den amerikanischen Medien auch Stunden nach dem Anschlag nur spekuliert. Das FBI und andere Behörden machten keine Angaben. Allerdings hatte Staatsanwalt Bill Killian gleich nach der Tat gesagt, bei den Ermittlungen werde ein terroristischer Hintergrund geprüft.

          Ein Polizist vor einem Büro der Luftwaffe in Chattanooga, auf das der Angreifer geschossen hatte

          Medienberichten zufolge stammt der Mann aus einer kuweitisch-jordanischen Einwanderer-Familie, lebte aber seit langem in den Vereinigten Staaten und war amerikanischer Bürger. Er war demnach gut ausgebildet, hatte einen Ingenieursabschluss und wohnte in der Region von Chattanooga. Dort habe es Durchsuchungen gegeben. Den Behörden sei er zuvor nicht als möglicher Terrorist aufgefallen, hieß es. Der „New York Times“ zufolge war aber sein Vater vor mehreren Jahren wegen möglicher Verbindungen zu ausländischen Extremisten-Organisationen im Visier der Behörden.

          Weitere Themen

          Heftige Schießereien und Chaos in Culiacán

          Drogenkartell : Heftige Schießereien und Chaos in Culiacán

          Heftige Schießereien, Panik und Chaos auf den Straßen der mexikanischen Stadt Culiacán: Im Zusammenhang mit der versuchten Festnahme von Ovidio Guzmán López, Sohn des früheren Drogenbosses „El Chapo“, sind Bandenmitglieder auf die Sicherheitskräfte losgegangen.

          Kein Ende der Krise in Sicht

          Katalonien-Konflikt : Kein Ende der Krise in Sicht

          Die teils gewaltsamen Proteste in Barcelona und Katalonien halten an. Seit Freitag wurden nach Behördenangaben mehr als 180 Menschen verletzt, es gab 80 Festnahmen. Die Sicherheitskräfte sind überfordert.

          Topmeldungen

          Zukunft der Menschheit : Eine Batterie für alles!

          Mit einem Handy fing alles an, inzwischen geben Autohersteller jährlich dutzende Milliarden dafür aus: Lithium-Ionen-Akkus treiben heute zahllose Geräte an. Die größte Zeit der Batterien steht aber noch bevor.

          Katalonien-Konflikt : Kein Ende der Krise in Sicht

          Die teils gewaltsamen Proteste in Barcelona und Katalonien halten an. Seit Freitag wurden nach Behördenangaben mehr als 180 Menschen verletzt, es gab 80 Festnahmen. Die Sicherheitskräfte sind überfordert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.