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EU-Lateinamerika-Gipfel : Streit wegen der Falkland-Inseln

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Über den Falkland-Inseln, von Argentinien Malvinas genannt, flattert die Fahne mit dem britischen Union-Jack. Bild: Reuters

Die Falkland-Inseln sind zwischen Großbritannien und Argentinien immer noch ein Zankapfel. Auch auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel sind die beiden Länder nun aneinander geraten.

          Großbritannien und Argentinien haben sich beim EU-Lateinamerika-Gipfel in Brüssel abermals über die Falkland-Inseln gestritten. Der britische Premier David Cameron habe beim Abendessen am Mittwoch das Recht der Falklands auf Selbstbestimmung „energisch verteidigt“, teilte ein Sprecher Camerons nach dem Vorfall mit. Der argentinische Außenminister Héctor Timerman hatte die Europäische Union Medienberichten zufolge zuvor aufgefordert, die argentinischen Ansprüche auf die Falkland-Inseln zu unterstützen.

          Argentinien und Großbritannien streiten sich seit Jahrzehnten um die Inselgruppe im Südatlantik. 1982 kam es zum Falkland-Krieg. 2013 stimmten die Bewohner in einem Referendum für die britische Hoheit.

          In der aktuellen Auseinandersetzung geht es auch um die Förderung neu entdeckter Öl- und Gasvorkommen vor den Inseln. Timerman hatte laut Berichten gesagt, der Kolonialismus von gestern dauere leider an, heute in der Logik der Aneignung natürlicher Ressourcen. Cameron wies die Vorwürfe als inakzeptable Bedrohung von Investoren zurück.

          Erst vor einem Monat hatten Großbritannien und Argentinien ihre jeweiligen Botschafter einbestellt. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hatte Cameron zuvor vorgeworfen, den Falkland-Streit vor der Wahl in Großbritannien anzuheizen.

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