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Rüstung : Kuba gibt versehentlich zugesandte Hellfire-Rakete zurück

  • Aktualisiert am

Soldaten montieren eine Hellfire-Rakete an eine Drohne Bild: dpa

Eine verloren gegangene Hellfire-Rakete ist zurück in den Vereinigten Staaten. Die moderne Lenkwaffe war versehentlich nach Kuba geschickt worden.

          Kuba hat eine versehentlich nach Havanna verschickte amerikanische Luft-Boden-Rakete an die Vereinigten Staaten zurückgegeben.  Amerikanische Experten seien am Samstag mit der Rakete vom Typ AGM Hellfire aus Kuba in ihr Heimatland geflogen, teilte das kubanische Außenministerium mit.

          Das Geschoss mit einem Laserlenksystem sei im Juni 2014 aus Paris irrtümlich nach Havanna gelangt. Dort entdeckten es kubanische Zollbeamte. Das Außenministerium drückte seine Besorgnis über den Vorfall aus. Zwar leiteten die Vereinigte Staaten Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Diebstahl ein, waren indes von Beginn an von einem Irrtum ausgegangen.

          Das „Wall Street Journal“ hatte Anfang Januar einen unbestätigten Bericht über den Fall veröffentlicht. Der Zeitung zufolge verschickte der Hersteller Lockheed Martin Corporation die Rakete für eine Nato-Übung nach Spanien. Im Anschluss wurde sie allerdings nicht wieder zurück in die Vereinigten Staaten verfrachtet, sondern am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in eine Air-France-Maschine verladen, die Havanna als Ziel hatte. Die Rakete enthielt demzufolge keinen Sprengstoff.

          Hellfire-Raketen wurden zur Bekämpfung von Panzern, Gebäuden und anderen Objekten aus der Luft entwickelt. Sie können von Hubschraubern und Drohnen abgefeuert werden.

          Die Vereinigten Staaten und das kommunistisch regierte Kuba waren ein halbes Jahrhundert Erzfeinde. Der amerikanische Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raúl Castro leiteten erst im vorvergangenen Jahr eine Normalisierung des Verhältnisses beider Staaten ein. Die Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen hätte es erleichtert, die Hellfire-Affäre durch „gute Zusammenarbeit“ zu beenden, sagte der amerikanische Außenamtssprecher Toner.

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