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Proteste in Venezuela : Chavez-Nachfolger unter Druck

  • Aktualisiert am

In Venezuelas Hauptstadt Caracas brennen Barrikaden Bild: AP

Präsident Maduro steht vor Venezuelas schwerster Krise seit Jahren. Mindestens neun Menschen sind getötet worden. Washington macht sich für die Opposition stark.

          Die Zahl der Todesopfer bei den vor zwei Wochen gestarteten Sozialprotesten in Venezuela ist bis zum Samstag auf mindestens neun gestiegen. Jüngstes Opfer sei ein 29 Jahre alter Mann, der an einer Straßenblockade ums Leben gekommen sei, sagte Innenminister Miguel Rodríguez Torres am Freitagabend im amtlichen Rundfunk VTV. Der amerikanische Außenminister John Kerry warf der linksgerichteten Regierung einen „inakzeptablen“ Gewalteinsatz gegen die Proteste vor.

          In vielen Städten Venezuelas gibt es seit zwei Wochen Proteste von Studenten und anderen Oppositionsanhängern gegen die hohe Inflation, die weit verbreitete Korruption und die grassierende Kriminalität in dem Land. Dabei kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Drei der mindestens neun Todesopfer hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schussverletzungen. Von den 137 Verletzten sind 100 Zivilisten. Mehr als 100 Demonstranten wurden festgenommen.

          Kerry will Opposition stärken

          Kerry machte der Regierung von Präsident Nicolás Maduro wegen des harten Vorgehens von Sicherheitskräften und Justiz schwere Vorwürfe. So verhielten sich Demokratien nicht, erklärte er am Freitag. Die Bürger hätten ein Recht auf ihren Protest. Er forderte die Regierung in Caracas auf, stattdessen mit der Opposition zu verhandeln und politische Gefangene freizulassen.

          Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela sind stark belastet. Auf ein Gesprächsangebot aus Caracas ging Kerry nicht ein. Präsident Maduro hatte seinen amerikanischen Kollegen Barack Obama am Freitag vor ausländischen Journalisten zum bilateralen Dialog aufgefordert. Obama solle die „Herausforderung annehmen“, sagte er und bot zudem an, einen Botschafter nach Washington zu entsenden. Botschafter gibt es in den jeweiligen Ländern schon seit Ende 2010 nicht mehr.

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