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NSA-Affäre : Auch Mails von Amerikanern werden geprüft

  • Aktualisiert am

Demonstration gegen die NSA in Berlin Ende Juli Bild: AP

Die NSA untersucht auch E-Mails, die aus den Vereinigten Staaten an einen Empfänger ins Ausland geschickt oder von dort nach Amerika gesandt werden, auf verdächtige Begriffe. Das berichtet die „New York Times“.

          Der amerikanische Militärgeheimdienst NSA untersucht auch E-Mails und andere grenzüberschreitende Textnachrichten von Amerikanern nach Informationen über Terrorverdächtige. Das berichtete die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf Quellen in den Geheimdiensten. Demnach werden Botschaften, die aus den Vereinigten Staaten an einen im Ausland befindlichen Empfänger oder aus dem Ausland nach Amerika gesandt werden, auf Begriffe durchsucht, die mit Terrorverdächtigen in Verbindung gebracht werden. Texte, in denen keiner der Suchbegriffe auftauche, würden binnen Sekunden gelöscht.

          Vertreter der Regierung hatten bisher nur bestätigt, dass Kommunikationen von Amerikanern ohne gesonderte richterliche Anordnung abgefangen werden, wenn diese mit Terrorverdächtigen in Kontakt stehen. Das Gesetz über die Auslandsüberwachung wurde 2008 aber so formuliert, dass die Überwachung von Amerikanern erlaubt ist, sofern „die Zielperson“ ein im Ausland lebender Ausländer ist. Nach Lesart der Regierung muss diese Zielperson aber nicht an der Kommunikation beteiligt sein.

          Eine NSA-Sprecherin reagierte auf Anfrage der „New York Times“ nicht direkt auf den Vorwurf der grenzübergreifenden Überwachung. Die Aktivitäten des Geheimdienstes seien jedoch gesetzmäßig und dazu gedacht, Informationen über „ausländische Kräfte, Agenten, Organisationen und Personen oder internationale Terroristen“ zu sammeln. Amerikaner zu überwachen sei dagegen nicht beabsichtigt.  

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