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Kommentar : Erfolgreicher IS

IS-Kämpfer im Irak in einer Aufnahme von Ende Mai Bild: AFP

Der Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist entgegen anders lautender Meldungen bislang kein Erfolg. Deshalb müssen sowohl das Militär als auch die Diplomatie bemüht werden.

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          Ganz offenkundig werden im Irak die Streitkräfte der Regierung mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ nicht fertig; die Erfolge, die es gab, gehen auf das Konto schiitischer Milizen, die von Iran unterstützt werden. Die Vermutung, die Dschihadisten seien auf dem Rückzug, hat sich nach der Eroberung der Stadt Ramadi in Luft aufgelöst. Im Irak sind sie trotz amerikanischer Luftangriffe nicht auf dem Rückzug, in Syrien haben sie wieder Geländegewinne erzielt.

          Dass Präsident Obama eine Ausweitung der Militärpräsenz genehmigt hat, ist dringlich. Der Rückzug der amerikanischen Truppen Ende 2011 lässt sich zwar nicht mehr korrigieren. Aber es hat sich bitter gerächt, dass Obama die Iraker sich selbst überließ. Mit ein paar hundert weiteren Ausbildern wird er das Blatt vermutlich nicht wenden können.

          Gibt es eine Strategie? Nach wie vor hat der „Islamische Staat“ keine Schwierigkeiten, neue Kämpfer zu rekrutieren, er kann ja weiter eine Erfolgsgeschichte erzählen. Deshalb müssen die militärischen Anstrengungen intensiviert werden; auch an der politischen Einbindung der Sunniten führt kein Weg vorbei.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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