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Kommentar : Schändlich

Die Bluttat von Charleston macht sprachlos. Doch es ist nicht so sehr die Gedankenwelt, in welcher der Täter herumirrte, die sprachlos macht. Es ist die Einfachheit, mit der er in den Besitz der tödlichen Waffe gelangte.

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          Man möchte kein Schwarzer sein in den Vereinigten Staaten! Was läuft falsch in einem Land, in dem man als Angehöriger dieser Minderheit jederzeit Opfer exzessiver Polizeigewalt werden kann? Was läuft falsch, wenn es einem in seiner Wahnwelt Gefangenen mühelos gelingt, ein Blutbad in einer Kirche anzurichten, in der sich Angehörige dieser Minderheit zum Gebet versammelt haben?

          Die Bluttat von Charleston, die ein jünglingshafter Weißer mit kaltem Hass begangen hat, macht sprachlos. Sprachlos macht nicht so sehr die Gedankenwelt, in welcher der Täter herumirrte - Verrückte gibt es überall auf der Welt.

          Es ist die Einfachheit, mit der er in den Besitz der tödlichen Waffe gelangte. Obama hat nun wieder eine Verschärfung der Waffengesetze verlangt und den Rassismus als Bedrohung der Demokratie gebrandmarkt.

          Die Spannungen zwischen Weißen und Schwarzen sind aber auch während seiner Präsidentschaft geblieben; auch ist nicht zu erwarten, dass die Amerikaner ihr Recht auf Waffenbesitz aufgeben. Diese „Form massenhafter Gewalt“ (Obama) wird dem Land erhalten bleiben.

          Richard Wagner

          Verantwortlich für politische Nachrichten.

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