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Bürgerkrieg : Neues Friedensabkommen für Kolumbien unterzeichnet

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Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos (links) und der Kommandeur der Farc Guerillaorganisation „Timochenko“ wollen den Brügerkrieg im Land beenden. Bild: AFP

Zum zweiten Mal gehen Kolumbiens Staatspräsident Santos und der Kommandeur der Guerillaorganisation Farc einen Friedensvetrag ein. In der Zukunft soll das Wort die einzige Waffe der Kolumbianer sein.

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          Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und der Kommandeur der linken Guerillaorganisation Farc, Rodrigo „Timochenko“ Londoño, haben einen neuen Friedensvertrag geschlossen. Sie unterzeichneten das überarbeitete Abkommen am Donnerstag im Theater Colón in der Hauptstadt Bogotá. „In der Zukunft soll das Wort die einzige Waffe der Kolumbianer sein“, sagte „Timochenko“.

          Unterschrieben wurde der Vertrag mit einem aus einer Patronenhülse gefertigten Kugelschreiber. „Unsere Vergangenheit wurde mit Kugeln geschrieben, die Bildung wird unsere Zukunft schreiben“, war auf dem Schreibgerät zu lesen.

          In der kommenden Woche soll der Vertrag im Kongress gebilligt werden. Der Vertrag dürfte mit der Unterstützung der Mitte-Rechts-Regierungskoalition und der linken Opposition genehmigt werden. Nur die ultrarechte Partei Centro Democrático des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe lehnt das Abkommen weiterhin ab.

          Nachdem die Kolumbianer das ursprüngliche Abkommen Anfang Oktober in einem Referendum abgelehnt hatten, wurde der Text in einigen Punkten geändert. So sollen die Strafen für die Guerillakämpfer härter ausfallen. Zudem wird das Vermögen der Farc für die Entschädigung der Opfer herangezogen.

          Für seine Initiative zur Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts war Santos in diesem Jahr der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Bei den Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs kamen mehr als 220.000 Menschen ums Leben.

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