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Kolumbien : Farc-Rebellen wollen Opfer entschädigen

  • Aktualisiert am

„Ja zum Frieden“ - Befürworter des Friedensvertrags werben für Zustimmung im Referendum Bild: AFP

Die Guerilla kündigt an, dazu alle Vermögenswerte heranzuziehen. In den Straßen Kolumbiens machen kurz vor dem Referendum Befürworter und Gegner des Friedensvertrags mobil.

          Die Farc-Rebellen in Kolumbien wollen nach Abschluss des Friedensvertrags mit der Regierung ihre Opfer entschädigen. Dazu sollen alle Vermögenswerte der Rebellen herangezogen werden, teilte die marxistische Organisation am Samstag (Ortszeit) mit. Nach Angaben der kolumbianischen Regierung verfügen die Farc über große Ländereien, Rinderfarmen, Geschäfte und Bauunternehmen. Diese Firmen seien dazu benutzt worden, um Geld zu waschen, das mit dem Drogengeschäft oder Menschenhandel eingenommen worden sei.

          Noch an diesem Sonntag stimmt die kolumbianische Bevölkerung in einem Referendum über den Friedensvertrag ab, mit einer Zustimmung wird gerechnet. Auf den Straßen machen Befürworter und Gegner des Vertrags mobil. Sie trommeln, schwenken Fahnen und Schilder. Für den Fall, dass das Referendum positiv ausgeht, hat Papst Franziskus einen Besuch in Kolumbien angekündigt.

          Gegner des Deals zwischen Rebellen und Regierung in der Hauptstadt Bogota

          Die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen hatten sich Ende September nach 52 Jahren Guerillakrieg auf ein Ende der Kämpfe geeinigt. In dem Abkommen erklärten sich 7000 Aufständische dazu bereit, die Waffen innerhalb von sechs Monaten abzugeben und fortan als Partei mit friedlichen Mitteln für ihre Ziele zu streiten.

          Der längste bewaffnete Konflikt Lateinamerikas forderte mindestens 220.000 Menschenleben. Millionen wurden vertrieben und die wirtschaftliche Entwicklung des öl- und kohlereichen Landes gebremst.

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