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Jahrestag der Massenproteste : Neue Ausschreitungen in Venezuela

  • Aktualisiert am

Feuer auf den Straßen von Caracas: ein Polizist beim Einsatz während der Proteste gegen Venezuelas Regierung Bild: dpa

Bei Protesten von Regierungsgegnern ist es in Venezuela zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Das Land befindet sich mitten in einer schweren Wirtschaftskrise.

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          In Venezuela ist es am Jahrestag des Beginns regierungskritischer Proteste zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In der westlichen Metropole San Cristóbal setzte die Polizei Tränengas gegen Studenten ein, die zum örtlichen Büro der Nationalen Beschwerdestelle für Menschenrechte marschieren wollten. Gouverneur José Vielma Mora sagte dem Nachrichtenkanal Noticias24tv, dass vermummte Demonstranten Steine geworfen hätten. Nach seinen Angaben wurden etwa ein Dutzend Polizisten verletzt. Neun Menschen seien festgenommen worden.

          Auch in der Hauptstadt Caracas und in anderen Städten gab es Proteste anlässlich der Demonstrationen gegen die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro, die vor einem Jahr begonnen hatten. Sie dauerten mehrere Wochen und richteten sich gegen die grassierende Kriminalität, die verbreitete Korruption und die allgemeine Wirtschaftsmisere in dem lateinamerikanischen Land. In den Monaten Februar und März wurden dabei 43 Polizisten und Demonstranten getötet. Venezuela leidet unter hoher Inflation und Mangelwirtschaft.

          In Caracas versuchten am Donnerstag etwa 200 Studenten, zu einer Kirche zu laufen, sie wurden von der Polizei aber daran gehindert. An anderen Orten der Hauptstadt protestierten rund hundert Menschen gegen Maduro, die nach lokalen Medienberichten auch Straßen blockierten. Der Bürgermeister des Stadtteils Chacao, Ramón Muchacho, berichtete von einer starken Polizeipräsenz und zwei Verletzten.

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