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„Baby Doc“ : Haitis einstiger Diktator Duvalier gestorben

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Jean-Claude Duvalier, Bild aus dem Jahr 2013 Bild: dpa

Die Schreckensherrschaft von Jean-Claude Duvalier in Haiti dauerte von 1971 bis 1986. Dann wurde der als „Baby Doc“ bekannte Diktator gestürzt und floh ins Exil. Nun ist Duvalier im Alter von 63 Jahren gestorben.

          Der frühere haitianische Diktator Jean-Claude Duvalier ist tot. Der 63-Jährige starb an Herzversagen. Haitis Präsident Michel Martelly bestätigte den Tod am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter. „Liebe und Versöhnung müssen immer unsere internen Streitereien überwinden. Auf dass Deine Seele in Frieden ruhe“, schrieb Martelly über den Mann, der für Gräueltaten und den Tod tausender Menschen verantwortlich gemacht wird. Trotz zurückliegender „Differenzen“ beschrieb er Duvalier als „authentischen Sohn Haitis“.

          Verantwortlich für den Tod Tausender

          Nach Medienberichten starb der als „Baby Doc“ bekannte Duvalier in seinem Haus in Port-au-Prince. Er regierte den Karibikstaat zwischen 1971 und 1986. Nach seinem Sturz ging er nach Frankreich ins Exil. Im Januar 2011 kehrte er nach Haiti zurück, um nach seinen Worten „den Menschen in Haiti zu helfen“. Jean-Claude Duvalier hatte im April 1971 von seinem Vater Francois Duvalier, genannt „Papa Doc“, ein Terrorregime in dem Karibikstaat übernommen und wurde 1986 entmachtet.

          Das Regime der Duvaliers wird für den Tod von Tausenden Menschen verantwortlich gemacht. Duvalier Junior soll während seiner Amtszeit Hunderte Millionen Dollar auf Privatkonten geschafft haben. In den 25 Exil-Jahren in Frankreich lebte er unter anderem an der Côte d’Azur. Von ihm stammt das Zitat: „Es ist das Schicksal der Menschen von Haiti zu leiden.“

          Menschenrechtler hatten seit der Rückkehr Duvaliers stets an die Gräueltaten und Verbrechen unter der Herrschaft der Duvaliers erinnert. „Baby Doc“ lebte zuletzt zurückgezogen in Port-au-Prince. Gegen ihn liefen mehrere Untersuchungen. Er wurde mehrmals festgenommen und verhört und sah sich mit Klagen wegen Menschenrechtsverbrechen konfrontiert, ohne aber deshalb verurteilt worden zu sein.

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