Fall Clayton Lockett : Obama will Hinrichtungspraxis prüfen lassen
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Barack Obama sprach vor dem Weißen Haus über die Hinrichtung Clayton Locketts. Bild: AP
Am Dienstag ist im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma ein zum Tode verurteilter Häftling qualvoll gestorben. Nun will Präsident Barack Obama die Hinrichtungspraxis überprüfen lassen.
Das qualvolle Sterben des Mörders, der am Dienstag um sechs Minuten nach 19 Uhr Ortszeit im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma für tot erklärt wurde, hat in der ganzen Welt für Entsetzen gesorgt. Auf der Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel in Washington äußerte sich nun auch Präsident Barack Obama zu dem Fall. Was in Oklahoma geschehen sei, sei „zutiefst beunruhigend“, sagte er.
Der 38-jährige Clayton Lockett war am Dienstag nach einer missglückten Giftinjektion erst nach 43-minütigem Todeskampf an einem Herzinfarkt gestorben. Die für denselben Abend angesetzte Hinrichtung eines weiteren Häftlings wurde zunächst für zwei Wochen aufgeschoben und wird nun zumindest solange nicht stattfinden, bis die Untersuchung der Umstände von Locketts Tod abgeschlossen ist.
Die Todesstrafe sei unter bestimmten Umständen gerechtfertigt, auch Lockett habe schreckliche Verbrechen begangen, sagte Obama. Aber beim Vollzug der Todesstrafe gebe es „erhebliche Probleme“. Obama sprach auch rassistische Vorurteile und die Verurteilung Unschuldiger an. Er habe Justizminister Eric Holder damit beauftragt, eine Analyse zur Vollstreckung der Todesstrafe anzufertigen.