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Hillary Clinton : Die ewige Favoritin

  • -Aktualisiert am

Die Vorbereitungen für Hillary Clintons Kampagne laufen schon, hier in einem Büro in Arlington, Virginia. Bild: AP

Hillary Clinton hat die größten Chancen, für die Demokraten im Rennen um die amerikanische Präsidentschaft anzutreten. Sie arbeitet schon lange darauf hin, T-Shirts wurden bereits bedruckt. Nun warten alle auf den Startschuss.

          Dass Hillary Clinton die demokratische Präsidentschaftskandidatin werden will - daran besteht kein Zweifel. Die T-Shirts mit ihrem Namen sind ebenso schon gedruckt wie Plakate und Schirmmützen. Die einzige offene Frage ist, wann Hillary Clinton ihren Hut in den Ring wirft und die Kandidatur offiziell verkündet. Amerikanische Medien melden, dieser Schritt sei für das Wochenende geplant.

          Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für eine Präsidentschaftskampagne schon lange. Bis 2013 nutzte Clinton ihr Amt als amerikanische Chefdiplomatin, um ihre außenpolitischen Fähigkeiten zu beweisen, dann hielt sie sich mit beachteten Reden und einer erfolgreichen Autobiografie in der Öffentlichkeit. Nebenbei legte das formell unabhängige Aktionskomitee „Ready for Hillary“ ein Fundament für ihren Wahlkampf. Es sammelte Unterstützer und Geld. Sobald Clinton ihre Kandidatur erklärt, löst es sich auf, und sie übernimmt Mitarbeiter und wertvolle Wählerdatenbanken.

          Nur Ronald Reagan war älter

          Erwartet wird, dass Clinton in ihrer Kampagne ein starkes Gewicht auf soziale Medien legt. Dazu soll sie die Google-Managerin Stephanie Hannon abgeworben und als Technische Direktorin eingesetzt haben, wie die „Washington Post“ am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Demokraten berichtet. Beim Internetkonzern Google arbeitet Hannon im Produktmanagement.

          Hillary Clinton wäre die erste Kandidatin der Demokraten, die ihre Bewerbung um die Nominierung durch die Partei offiziell anmeldet. Und sie wäre die aussichtsreichste. Unter demokratischen Parteigängern ist Clinton beliebt wie niemand sonst. Eine Umfrage des TV-Senders NBC und der Zeitung „Wall Street Journal“ vom 9. März ergab, dass 86 Prozent der demokratischen Wähler eine Kandidatur Clintons unterstützen würden. Nur 54 Prozent sprachen sich in derselben Umfrage für den amtierenden Vizepräsidenten Joe Biden aus. Es folgen die Senatorin Elizabeth Warren (Massachusetts) vom linken Parteiflügel mit 51 Prozent und - weit abgeschlagen - die früheren Gouverneure Jim Webb (Virginia) und Martin O’Malley (Maryland).

          Seither machte Clinton jedoch eine Affäre um ein privates E-Mail-Konto zu schaffen, über das sie in ihrer Funktion als Außenministerin korrespondiert hatte. Clinton musste in der Folge Fehler eingestehen. Negative Schlagzeilen brachte ihr zuletzt auch der Umgang der Familienstiftung Clinton Foundation mit ausländischen Spendern ein, den die Republikaner in einem Video thematisierten. Sie warfen Clinton etwa vor, dass sie über die Stiftung Millionen Spendendollars aus Ländern im Nahen Osten entgegengenommen habe – ausgerechnet sie, die sich seit Jahren weltweit für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt, um deren Rechte es in eben diesen Ländern nicht gut steht.

          Das unabhängige Aktionskomitee „Ready for Hillary“ legte das Fundament für ihren Wahlkampf. Bilderstrecke

          Parteiinterne Favoritin war Clinton bereits bei ihrem ersten Versuch, die demokratische Nominierung zu gewinnen. 2008 scheiterte sie jedoch nach einem langen Vorwahlkampf gegen den damaligen Senator aus Illinois, Barack Obama. Es war Obama, der Clinton das Amt der Außenministerin anbot. Bis zum Ende ihrer Amtszeit berichteten Medien jedoch immer wieder über ein angeblich gespanntes Verhältnis zwischen den ehemaligen Konkurrenten.

          Den Wahlkampf bestreiten wird die frühere First Lady in Begleitung ihres Ehemanns Bill Clinton. Er ist bei den Amerikanern beliebter als alle anderen noch lebenden früheren Präsidenten. Seit er 1979 zum Gouverneur des Bundesstaates Arkansas gewählt wurde, war das Paar praktisch ununterbrochen in der Öffentlichkeit präsent. Gemeinsam überstanden die beiden schon viele Affären – ihre Popularität litt darunter meist nur kurz.

          Als Hillary Clintons größten Trumpf nennen viele Beobachter ihre Erfahrung. Würde sie im Herbst 2016 zur Präsidentin gewählt, zöge sie mit 69 Jahren ins Weiße Haus ein. Nur Ronald Reagan war beim Amtsantritt noch älter.

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