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Folter durch die CIA : 500 Seiten pure Grausamkeit

Ein Inhaftierter mit Fußfesseln im Gefangenenlager auf Guantanamo Bild: AFP

Waterboarding, Schlafentzug, Auspeitschen: Im Bericht des amerikanischen Senats über Verhörmethoden der CIA stehen jede Menge Grausamkeiten. Viele Gefangene wurden systematisch gefoltert.

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          Nachdem der amerikanische Senat den bisher umfassendsten Bericht über die Verhörmethoden der CIA veröffentlicht hat, herrscht Gewissheit: Dieser Geheimdienst der Vereinigten Staaten hat Gefangene auf der ganzen Welt gefoltert und misshandelt und zudem seine eigene Regierung jahrelang belogen und getäuscht. Der Bericht stellt klar, dass die Verhörmethoden der CIA schlimmer und brutaler waren, „als der Geheimdienst den Politikern und der Öffentlichkeit weisgemacht hat“.

          Der ursprüngliche gesamte Bericht ist  6700 Seiten lang. Er enthält über 38.000 Fußnoten und bezieht sich auf sechs Millionen interne Dokumente über die Arbeit der CIA in der Zeit von 2002 bis 2008. Er wird weiter unter Verschluss gehalten. Der Ausschuss veröffentlichte am Dienstagabend aber eine 525 Seiten lange Zusammenfassung, in der zum großen Teil brutale und widerliche Methoden beschrieben sind. Außerdem sind laut dem Bericht die „erweiterten Verhörmethoden“, wie sie offiziell hießen, kein effektives Mittel gewesen, um Terrorverdächtige dazu zu zwingen, wichtige Informationen preiszugeben. Zudem seien Mitgliedern des Kongresses, des Weißen Hauses sowie Präsident Barack Obama vorsätzlich falsche und irreführende Informationen über die Effektivität dieser Methoden weitergegeben worden.

          Halbnackt auf den Betonboden gefesselt

          Insgesamt seien die Beispiele, mit denen die CIA dem Weißen Haus, dem Justizministerium oder auch der Öffentlichkeit die Wirksamkeit der Verhörmethoden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu erklären versucht hatte, nicht als Beweis dafür geeignet, dass nur durch Anwendung „harscher“ Verhörmethoden das Leben vieler Amerikaner zu retten gewesen sei. In einigen Fällen seien die Erkenntnisse gar nicht von Verdächtigen gewonnen worden, die den brutalen Methoden ausgesetzt worden waren. In allen anderen Fällen hätten die Verdächtigen ihre Aussage bereits vor Anwendung der Foltermethoden gemacht oder lediglich Informationen bestätigt.

          Viel erschreckender ist jedoch, dass die Praktiken dem Bericht zufolge wesentlich brutaler gewesen sein sollen, als es die CIA bislang zugegeben habe: Die Beispiele reichen von Schlafentzug über mehr als eine Woche bis zum Fall eines halbnackt in einer unbeheizten Zelle auf einem Betonboden gefesselten Häftlings, der mutmaßlich an Unterkühlung gestorben sei. Andere Insassen hätten über lange Zeit stehen oder schmerzvolle Körperhaltungen einnehmen müssen, bisweilen mit über dem Kopf gefesselten Händen. Auch das Auspeitschen sowie zwischenzeitliches Einsargen gehörten zum Repertoire der Geheimagenten.

          Schon der erste Gefangene in CIA-Gewahrsam, Abu Subaida, soll von den Agenten schwer misshandelt worden sein. Er sei rund um die Uhr Attacken ausgesetzt gewesen und an Wände geschleudert worden. Darüber hinaus setzten die Agenten wohl bei mehr als den bislang drei öffentlich gemachten Fällen das sogenannte Waterboarding ein: So sei der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge auf das New Yorker World Trade Center, Khalid Sheikh Mohammed, einer ganzen Serie der Vorgänge simulierten Ertrinkens unterzogen worden. Ein anderer Verdächtiger sei laut dem Bericht nach dem Waterboarding „nicht ansprechbar“ gewesen, während „Blasen in seinem offenen, gefüllten Mund aufstiegen“ und er „Krämpfe am Leib und seinen Extremitäten hatte“.

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