https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/boston-mutmassliche-bombenleger-wollten-nach-new-york-12162710.html

Boston : Mutmaßliche Bombenleger wollten nach New York

  • Aktualisiert am

Times Square in New York Bild: REUTERS

Nach ihren Anschlägen in Boston wollten die mutmaßlichen Attentäter mit weiteren Sprengkörpern nach New York auf den Times Square. Das soll der überlebende Tatverdächtige bei einer Befragung erklärt haben.

          1 Min.

          Die beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston sind laut den Ermittlern auf ihrem Weg zum nächsten Anschlag in New York gestoppt worden. Tamerlan und Dschochar Zarnajew hätten „weitere Sprengkörper auf dem Times Square“ zünden wollen, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Das habe der überlebende Tatverdächtige bei einer Befragung erklärt.

          Die beiden hätten in der Nacht zum vergangenen Freitag ein Auto gekapert, um sich mit sechs selbst gebauten Bomben in die Millionenmetropole aufzumachen, sagte Polizeichef Ray Kelly. „Der Plan scheiterte, als sie bemerkten, dass das entführte Auto zu wenig Benzin hatte.“

          Als sie tankten, sei der Autobesitzer aus dem Wagen geflüchtet und habe die Polizei alarmiert. Dies habe die Großfahndung ausgelöst, in deren Verlauf Tamerlan Zarnajew getötet und sein Bruder später verhaftet wurde. Die Information über die Attentatspläne sei „eine schreckliche Erinnerung daran, dass wir Ziele für Terroristen bleiben“, sagte Bürgermeister Bloomberg, dessen Stadt noch heute von der Erinnerung an die Terroranschläge vom 11. September 2001 geprägt ist.

          Die Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew sollen am Montag vergangener Woche den Doppel-Anschlag in Boston verübt haben, bei dem drei Menschen getötet und 264 verletzt worden waren. Tamerlan wurde auf der Flucht vor der Polizei getötet, sein 19-jähriger Bruder schwer verletzt gefasst.

          Weitere Themen

          Keine Urinprobe unter Aufsicht

          Drogenkontrolle in der JVA : Keine Urinprobe unter Aufsicht

          Ein Gefangener in Nordrhein-Westfalen musste mehrmals Urinproben unter Aufsicht abgeben. Nun hat das Verfassungsgericht die besondere Schutzbedürftigkeit von Inhaftierten hervorgehoben.

          Topmeldungen

          Das große Wasserrad samt der Königswelle, das alle Maschinen der Ratinger Fabrik am Laufen hält.

          Erste Fabrik in Deutschland : Wie eine Erfindung Europa auf den Kopf stellte

          Aus einer Mühle wurde vor 240 Jahren die erste Fabrik Deutschlands – das wälzte ganze Gesellschaften um und schuf riesige Reichtümer. Heute gibt es so viele Fabriken, wie noch nie zuvor. Wie sieht es mit ihrer Zukunft aus?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.