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Bizarre Enthüllung : Trumps Sprecher ist wohl Trump selbst

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Begehrter Baulöwe: Donald Trump vor 25 Jahren in New York Bild: AP

Den Trick hat Donald Trump früher offenbar öfters verwendet. Mit Reportern plauderte sein angeblicher Pressesprecher vor 25 Jahren über das Liebesleben des Chefs. Nun ist ein Tonbandmitschnitt mit einer vertrauten Stimme aufgetaucht.

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          Der Pressesprecher erzählt mit verblüffender Offenheit über das Liebesleben seines Chefs: Mehrere Geliebte gleichzeitig habe der Immobilienmilliardär, berühmte Frauen suchten seine Gesellschaft, darunter Popstar Madonna. Die Aufnahme ist von 1991, der Sprecher stellt sich als John Miller vor, sein Chef ist Donald Trump - und der palavernde Sprecher ist mutmaßlich niemand anders als Trump selbst.

          Die bizarre Geschichte aus der Vergangenheit des voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner wurde am Freitag von der „Washington Post“ enthüllt. Demnach soll Trump in früheren Jahrzehnten häufig mit Reportern unter falscher Identität als sein eigener Sprecher telefoniert haben.

          Auf ihrer Website veröffentlichte die Zeitung die Tonaufnahme von 1991. Die Stimme des Sprechers, der von den menschlichen Qualitäten seines Chefs und dessen Anziehungskraft auf prominente Frauen schwadroniert, klingt für Trump-Kenner sofort vertraut. Der Tonfall sei „selbstbewusst, sogar großspurig“ und höre sich eindeutig an wie Trump, konstatiert die Zeitung.

          Trump selber bestritt am Freitag jedoch, als John Miller aufgetreten zu sein. Die Aufnahme „klingt überhaupt nicht wie meine Stimme“, sondern nach einem „Schwindel“, sagte er dem Sender NBC.

          In der Aufzeichnung spricht der vermeintliche John Miller mit einer Reporterin des Promi-Magazins „People“. Es geht um den Bruch seiner langjährigen Beziehung zu seiner Frau Ivana, seine Beziehung zu dem Model Marla Maples und die Gerüchte über sonstige Affären.

          Angebliche Affäre mit Carla Bruni

          „John Miller“ beschreibt sich als jemanden, dem Trump „vertraut und den er mag“. Und er verfügt anscheinend in der Tat über bemerkenswerte Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt seines Chefs. „Haben Sie ihn kennengelernt?“ fragt er die Reporterin. „Er ist ein guter Kerl, und er wird niemandem wehtun. (...) Er hat seine Frau gut behandelt (...) und er wird Marla gut behandeln.“

          Der vermeintliche Sprecher enthüllt, dass Trump neben seiner Beziehung zu Maples, mit der er damals zusammenlebte, „noch drei weitere Freundinnen“ habe. Und inzwischen habe sich Trump entschlossen, Maples fallen zu lassen, um mit dem italienischen Model Carla Bruni zusammen zu sein, der heutigen Ehefrau des späteren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

          Bruni bestritt seinerzeit jedoch eine Beziehung zu Trump. Sie sei ihm nur einmal über den Weg gelaufen. Trump blieb jedenfalls noch lange mit Maples zusammen. 1993 bekamen sie ein Kind und heirateten. Die Ehe endete 1999.

          Laut den Schilderungen „John Millers“ mangelte es dem Immobilienmogul damals jedoch nicht an Auswahl unter berühmten Frauen. „Schauspielerinnen rufen bei ihm an, bloß um zu sehen, ob sie mit ihm ausgehen können, und solche Sachen.“ Auch Madonna habe mit Trump ausgehen wollen.

          Zahlreiche Journalisten hatten damals laut „Washington Post“ mit vermeintlichen Trump-Sprechern zu tun, die ihrem Chef verblüffend ähnlich klangen. Neben „John Miller“ gab es noch einen „John Barron“, der dem Bericht zufolge ebenfalls niemand anderes als Trump selbst gewesen sein soll.

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