https://www.faz.net/-gq5-8nfft

Michelle Obama : Bürgermeisterin tritt nach rassistischen Äußerungen zurück

  • Aktualisiert am

Die amerikanische First Lady Michelle Obama Bild: AP

Michelle Obama sei ein „Affe in Absatzschuhen“, schrieb eine Managerin auf Facebook und bekam dafür Zuspruch von einer Bürgermeisterin. Beide Frauen müssen nun ihren Posten räumen.

          1 Min.

          Nach rassistischen Äußerungen über die scheidende amerikanische First Lady Michelle Obama ist eine Bürgermeisterin im Bundesstaat West Virginia zurückgetreten. Beverly Whaling, die Bürgermeisterin der Kleinstadt Clay, hatte einen rassistischen Post auf Facebook kommentiert – das kostete sie ihr Amt, wie der Fernsehsender WSAZ am Dienstag berichtete.

          Nach dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen hatte die Chefin der Entwicklungsgesellschaft im Bezirk Clay, Pamela Ramsey Taylor, geschrieben: „Es wird erfrischend sein, eine klassische, schöne, würdige First Lady im Weißen Haus zu haben. Ich habe es satt, einen Affen in Absatzschuhen zu sehen.“ Whaling kommentierte den Eintrag mit: „Hast meinen Tag versüßt, Pam.“

          Später wurden beide Kommentare gelöscht, wie die Zeitung „Washington Post“ unter Berufung auf lokale Medien berichtete. Auch Taylor habe ihren Posten räumen müssen, sagten Mitarbeiter dem Sender WSAZ. Rund 160.000 Menschen landesweit unterzeichneten eine Online-Petition, die den Rauswurf der beiden Frauen forderte. Whaling entschuldigte sich in einer Erklärung an die „Washington Post“: Ihr Kommentar sei „keineswegs rassistisch gemeint“ gewesen.

          Weitere Themen

          Lockdown nur für Arme?

          Ausgangssperren in Madrid : Lockdown nur für Arme?

          In Madrid hat die Regionalregierung vor allem in den ärmeren Vierteln Ausgangssperren verhängt. Die Bewohner sind empört und werfen der Regierung Diskriminierung vor. Zu Tausenden ziehen sie auf die Straße.

          Tausende fordern Aufnahme von Flüchtlingen Video-Seite öffnen

          Seebrücke-Demo in Berlin : Tausende fordern Aufnahme von Flüchtlingen

          In Berlin haben mehrere tausend Menschen für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge demonstriert. Alle Migranten aus dem zerstörten Lager im griechischen Moria müssten nach Deutschland gebracht werden, forderten die Demonstranten.

          Was für den Westen auf dem Spiel steht

          Donald Trump oder Joe Biden? : Was für den Westen auf dem Spiel steht

          Eine Wiederwahl Donald Trumps wäre vielleicht das Ende des Westens. Doch leicht hätten es die Europäer auch mit einem Präsidenten Joe Biden nicht. Seine Außenpolitik liefe wohl auf ein „America first light“ hinaus.

          Topmeldungen

          Donald Trump geht während des Nato-Gipfels in Großbritannien am 4. Dezember 2019 an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel vorbei.

          Donald Trump oder Joe Biden? : Was für den Westen auf dem Spiel steht

          Eine Wiederwahl Donald Trumps wäre vielleicht das Ende des Westens. Doch leicht hätten es die Europäer auch mit einem Präsidenten Joe Biden nicht. Seine Außenpolitik liefe wohl auf ein „America first light“ hinaus.

          Schrumpfende Biodiversität : Die Arithmetik des Artentods

          Biodiversitätsforscher sind auf der Suche nach einer griffigen Formel, um das anthropozäne Massensterben zu stoppen. Zwei deutlich verschiedene Wege werden derzeit debattiert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.