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Besuch in Washington : Netanjahu erteilt Obama eine Abfuhr

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Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (links) und Präsident Barack Obama bei einem Treffen im Weißen Haus im Jahr 2012 Bild: dpa

Zwischen Israel und den Vereinigten Staaten kommt es zu neuen diplomatischen Verstimmungen. Regierungschef Netanjahu lehnt eine Einladung Obamas ab. Das Weiße Haus zeigt sich überrascht.

          Die Differenzen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu halten an. Das Weiße Haus erklärte am Montag, Netanjahu habe eine Angebot für ein Treffen mit Obama in Washington für Mitte März ausgeschlagen. Zunächst habe die israelische Regierung angefragt, ob ein Treffen am 18. oder 19. März möglich sei. Netanjahu sei dann der 18. März als Termin übermittelt worden. Nun aber sei man überrascht gewesen, zunächst über die Medien zu erfahren, dass Netanjahu sich für eine Absage seines Besuchs entschieden habe, sagte Ned Price, Sprecher des Weißen Hauses.

          Aus dem Büro Netanjahus war zunächst nichts über den Vorgang zu erfahren. Der israelische Sender Channel 10 TV berichtete indes unter Berufung auf Insider, Netanjahu habe verhindern wollen, möglicherweise in den amerikanischen Wahlkampf hineingezogen zu werden. Zudem sei auch das neue, milliardenschwere Abkommen zur Militärhilfe zwischen beiden Ländern noch bei weitem nicht unterschriftsreif.

          Das Verhältnis zwischen Obama und Netanjahu hatte sich unter anderem verschlechtert, nachdem sich Obama für eine Einigung im Atomstreit des Westens mit dem Iran stark gemacht hatte. Israel fühlt sich vom Iran in seiner Existenz bedroht.

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