https://www.faz.net/-gq5-8kfih

Umstrittenes Lager : Emirate nehmen Guantanamo-Gefangene auf

  • Aktualisiert am

Präsident Obama wollte es einst schließen, doch noch immer sitzen etliche Häftlinge im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo ein. Bild: AP

Noch immer sitzen Häftlinge im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo. Nun kommt es zur bisher größten Freilassung - dank der Vereinigten Arabischen Emirate.

          Die Vereinigten Staaten haben für 15 Männer aus dem Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba eine neue Unterbringung gefunden. Die Vereinigte Arabischen Emirate hätten sich zur Aufnahme der Häftlinge nach jahrelanger Gefangenschaft bereit erklärt, teilte das Außenministerium in Washington am Montag (Ortszeit) mit. Damit sinkt die Zahl der verbliebenen Häftlinge auf 61. Es handelt sich um die umfangreichste Freilassung seit Jahren.

          Die amerikanische Regierung dankte den Emiraten für die „humanitäre Geste“ und für die „Bereitschaft, die Bemühungen der Amerikaner zur Schließung des Haftlagers zu unterstützen“, wie es in einer Erklärung des Pentagon hieß.

          Präsident Barack Obama hatte die Schließung von Guantanamo bei seinem Amtsantritt Anfang 2009 versprochen. Rechtliche Probleme und heftiger Widerstand im Kongress und in der Öffentlichkeit verhinderten aber, dass er das Versprechen erfüllte. Das Parlament verweigerte die finanziellen Mittel für die Abwicklung des Lagers und blockierte die Verlegung von Guantanamo-Häftlingen in andere Gefängnisse. Vor allem die oppositionellen Republikaner stellten sich quer.

          Viele der Häftlinge gelten inzwischen als ungefährlich. Die Vereinigten Staaten bemühen sich, Länder zu finden, die zu einer Aufnahme bereit sind. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte Amerika rund 780 Häftlinge in das Lager gebracht.

          Weitere Themen

          Oberstes Gericht senkt Haftstrafe für Ex-Präsident Lula

          Brasilien : Oberstes Gericht senkt Haftstrafe für Ex-Präsident Lula

          Der 73-Jährige könnte demnach schon ab Oktober Hafterleichterungen bekommen. Die Anwälte des Linkspolitikers fordern aber einen Freispruch und wollen Berufung einlegen. Die Chefin von Lulas Arbeiterpartei spricht von politischer Verfolgung.

          Trump will Iran den Ölhahn zudrehen Video-Seite öffnen

          Iran gegen Amerika : Trump will Iran den Ölhahn zudrehen

          Neue Runde im iranisch-amerikanischen Streit: Abnehmer des iranischen Öls könnten mit amerikanischen Sanktionen rechnen. Betroffen wären unter anderem China, Japan, Indien und Italien. Der Ölpreis stieg zeitweise auf den höchsten Stand in diesem Jahr.

          Topmeldungen

          Dieses Foto zeigt laut nordkoreanischer Regierung Kim Jong-un bei seiner Abreise nach Wladiwostok.

          Besuch aus Nordkorea : Kim auf dem Weg nach Russland

          Ein Zug mit dem nordkoreanischen Machthaber und ranghohen Beamten ist unterwegs nach Wladiwostok, wo Kim am Donnerstag Wladimir Putin treffen soll. Dies wäre das erste Treffen eines russischen und nordkoreanischen Staatsoberhaupts seit 2011.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.