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Vereinigte Staaten : Extremistische Angestellte an Flughäfen

  • Aktualisiert am

Repräsentanten von Flughäfen, F.B.I und Innenministerium während einer Anhörung zu Sicherheitsmängeln an amerikanischen Flughäfen am 9. Juni 2015 in Washington Bild: AP

Mindestens 73 Mitarbeiter mit extremistischem Hintergrund arbeiteten einem Regierungsbericht zufolge an Flughäfen in den Vereinigten Staaten. Einige ehemalige Angestellte sollen mittlerweile für den „Islamischen Staat“ kämpfen.

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          Nach den jüngst bekanntgewordenen Sicherheitsmängeln an amerikanischen Flughäfen ist die Verkehrssicherheitsbehörde TSA abermals unter Beschuss geraten: An amerikanischen Flughäfen seien mindestens 73 Menschen mit Verbindungen zu Extremistengruppen beschäftigt worden, was von der amerikanischen Behörde unbemerkt geblieben sei, hieß es in einem am Dienstag vorgestellten Bericht des Generalinspekteurs beim amerikanischen Heimatschutzministerium, John Roth. Er forderte eine Gesetzesänderung, um der TSA Zugang zu allen relevanten Informationen zu ermöglichen, darunter etwa Listen des FBI mit den Namen von mit Flugverboten belegten Verdächtigen.

          Eine Sicherheitsbeamtin des Flughafens Minneapolis-St. Paul gab bei einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss zu den Sicherheitsmängeln an, dass ehemalige Flughafenangestellte sogar nach Syrien gegangen seien, um sich der Dschihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen.

          Extremisten im Vielfliegerprogramm

          Ein TSA-Beamter kritisierte bei der Anhörung zudem ein sogenanntes Pre-Check-System, das es Passagieren ermöglicht, schneller befördert zu werden und somit lange Schlangen zu vermeiden. Eine Million Vielflieger sind in dem Programm registriert, die als geringes Risiko angesehen werden. Weitere rund sieben Millionen wurden willkürlich ausgewählt, um an den Flughäfen Zeit zu sparen. In einem Fall wurde einem ehemaligen Mitglied einer Extremistengruppe ein Pre-Check-Zugang gewährt. Der Mann wurde jedoch von einem TSA-Beamten erkannt.

          Bereits zuvor war bekannt geworden, dass bei einer Untersuchung des Heimatschutzministeriums auf zahlreichen Flughäfen beunruhigende Sicherheitsmängel festgestellt wurden. Waffen oder Bombenattrappen, die bei verdeckten Tests durch die Kontrollen geschmuggelt wurden, blieben dutzende Male unentdeckt. Der amerikanische Heimatschutzminister Jeh Johnson kündigte daraufhin eine Verschärfung der Kontrollen an.

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