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Amerika und Israel : Obama verteidigt Abkommen mit Iran als „einmalige Chance“

  • Aktualisiert am

Zwei, die wohl keine Freunde mehr werden: Obama und Netanjahu bei einem Treffen im Jahr 2010 Bild: Reuters

Chance zur Entspannung oder existenzielle Bedrohung? Der Atom-Deal mit Iran spaltet Amerika. Präsident Obama und Israels Regierungschef Netanjahu machen beide Stimmung für ihre Position.

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          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat die Atom-Vereinbarung mit Iran „als einmalige Chance im Leben“ gegen israelische Kritik verteidigt. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview der „New York Times“ äußerte Obama Verständnis für israelische Besorgnisse, betonte aber, dass es keine bessere Option gebe, um einen iranischen Atomwaffenbesitz zu verhindern.

          Zugleich bekräftigte Obama die amerikanischen Sicherheitsverpflichtungen für Israel. Zwar habe Israel das Recht, angesichts des iranischen Atomprogramms besorgt zu sein. Er gab dem Land aber das Versprechen, dass für die Vereinigten Staaten die Verteidigung Israels „unerschütterlich“ sei. Sollten die Iraner oder andere Kräfte der Region Israel bedrohen, „werden die Vereinigten Staaten da sein“, sagte Obama.

          Netanjahu kritisiert in Fernsehauftritten

          Am selben Tag hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seinen Druck für ein strengeres Atom-Abkommen mit Iran verstärkt. Im amerikanischen Fernsehen sagte Netanjahu am Sonntag, das Zwischenabkommen ebne den Weg zu einer iranischen Atombombe. Deshalb habe er auch mit zahlreichen Mitgliedern des Kongresses in Washington gesprochen - Republikanern wie Demokraten -, sagte Netanjahu. Es gehe ihm nicht darum, ein Abkommen mit Iran zu sabotieren, versicherte er. „Ich will ein schlechtes Abkommen verhindern.“

          Führende Republikaner forderten Obama auf, eine endgültige Einigung auf ein Abkommen dem nächsten Amtsinhaber zu überlassen. Bei den Demokraten könne eine Präsidentin Hillary Clinton ein besseres Abkommen aushandeln, sagte Senator Lindsey Graham, der als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner gilt. „Lassen Sie das Zwischenabkommen in Kraft und erlauben Sie es dem nächsten Präsidenten - Republikaner oder Demokrat, eine Entscheidung zu treffen“, sagte Graham im Sender NBC.

          Endgültiges Abkommen bis Juni geplant

          Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten sich in der vergangenen Woche mit Iran auf das Rahmenabkommen geeinigt, das Teheran die Nutzung der Kernenergie erlauben soll, ohne dass das Land damit Atomwaffen entwickeln kann. Bis Ende Juni soll ein finales Abkommen stehen. Hält sich Iran an die Vorgaben, sollen die internationalen Sanktionen aufgehoben werden.

          Lausanne : Durchbruch im Atomstreit mit Iran

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