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Amerika und Israel : NSA hörte wohl Netanjahu wegen Atomgesprächen ab

  • Aktualisiert am

Benjamin Netanjahu telefoniert wohl nur noch selten so unbekümmert wie hier Bild: AP

Befreundete Regierungschefs bleiben von NSA & Co. unbehelligt, hieß es aus Washington. Bei dem israelischen Ministerpräsidenten machten die Amerikaner einem Zeitungsbericht zufolge eine Ausnahme.

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          Der amerikanische Geheimdienst NSA hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach einem Zeitungsbericht während der heiklen Iran-Gespräche abgehört. Dies sei trotz der Ankündigung des amerikanischen Präsident Barack Obama geschehen, man wolle verbündete Staats- und Regierungschefs nicht mehr ausspähen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Obama hatte dies vor zwei Jahren nach Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden über ein Massenüberwachungsprogramm des NSA angekündigt.

          Hinter den Kulissen habe das Weiße Haus jedoch entschieden, bestimmte Verbündete weiter streng zu überwachen. Netanjahu habe „ganz oben auf der Liste“ gestanden. Zur Rechtfertigung habe Obama sich auf zentrale nationale Sicherheitserwägungen berufen. Man habe etwa die Sorge gehabt, Netanjahu könne die Verhandlungen mit Teheran torpedieren.

          Netanjahu gilt als größter Gegner der Atom-Vereinbarung der Weltmächte mit dem Iran. Netanjahu führte eine diplomatische Kampagne gegen den Deal, den er auch mithilfe des amerikanischen Kongresses zum Scheitern bringen wollte.

          Der amerikanische Geheimdienst habe Gespräche zwischen Netanjahu und dessen Beratern, aber auch Gespräche israelischer Repräsentanten mit amerikanischen Abgeordneten und Repräsentanten jüdischer Organisationen in Amerika abgehört, berichtete die Zeitung.

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