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Rüstung im All : Amerika testet Weltraumdrohne X37-B

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Start in Cape Canaveral: Atlas V-Rakete mit X-37B in einer Aufnahme der amerikanischen Luftwaffe vom Mittwoch Bild: AFP

Die amerikanische Weltraumdrohne X37-B ist in der Nacht zum Donnerstag zum vierten Mal ins All gebracht worden. Die Luftwaffe gibt bisher kaum Details über das neuartige Gerät bekannt. Fachleute rätseln über die Einsatzziele.

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          Die amerikanische Luftwaffe hat ihr geheimnisumwobenes Raumflugzeug X-37B zum vierten Mal ins All geschickt. Der unbemannte Mini-Shuttle hob am Mittwoch vom Weltraumbahnhof der US Air Force in Cape Canaveral (Florida) mit Hilfe einer Atlas-Rakete in den Weltraum ab. An Bord waren nach Militärangaben mehrere sogenannte Nanosatelliten, also Kleinstsatelliten, die umgehend ausgesetzt worden seien. Ziel des Einsatzes sei unter anderem der Test eines 32 Quadratmeter großen Solarsegels. Die Dauer der Mission werde während des Fluges abhängig von den Testergebnissen entschieden, sagte Luftwaffensprecher Chris Hoyler nach dem Start.

          Auf Fragen zu möglichen geheimdienstlichen Aktivitäten der Drohne sagte Hoyler, gewisse „Einsatzkapazitäten“ würden nicht kommentiert. Die Luftwaffe gibt zu der Drohne kaum Details bekannt. Daher spekulieren Rüstungsexperten, ob sie als Aufklärungsdrohne, zur Reparatur von Satelliten oder als unbemannter Kampfbomber dienen soll, der vom Weltall aus eingesetzt werden könnte. Die X-37B könne auch zum Einsammeln feindlicher wie eigener Satelliten eingesetzt werden, vermuten andere. Andere sehen in ihr nur ein Gerät zur Entwicklung automatisch gesteuerter Raumfähren. Bei ihrem vorherigen Test war die Drohne 674 Tage im All geblieben. Erstmals zum Einsatz kam X37-B im Jahr 2010.

          Das von Boeing federführend entwickelte Robotergefährt erinnert optisch an die ausgemusterte bemannte Raumfähre „Space Shuttle“, ist mit nicht einmal neun Metern Länge aber viel kleiner. Sein vorheriger Einsatz endete im Oktober 2014 erst nach einem fast zweijährigen geheimen Erprobungseinsatz im All. Die Luftwaffe bezeichnet die Drohne als Experimentalgleiter zur Erprobung von Leit-, Navigations- und Kontrollsystemen, Avionik, automatischer Landung und Systemen zur Rückholung von Weltraumexperimenten auf die Erde.

          Drohne an Bord : Atlas-V-Rakete startet von Cape Canaveral

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