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Krieg in Syrien : Amerika zweifelt Russlands Angriffsziele an

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Auf einem Satellitenfoto sind russische Kampfjets auf einem Militärflughafen in der syrischen Küstenstadt Latakia zu sehen. Bild: AFP

Sollte Russland in Syrien Gebiete bombardiert haben, die nicht den Dschihadisten zuzuordnen sind, zweifelt Amerika an Putins „ernsthaften Absichten“ beim Kampf gegen den Terror. Russland behauptet, nur IS-Stellung angegriffen zu haben.

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          Nach den Luftangriffen Russlands in Syrien hat der amerikanische Außenminister John Kerry klargestellt, dass sein Land nicht grundsätzlich gegen ein militärisches Eingreifen Russlands in den Syrien-Konflikt ist. So lange sich die russischen Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) richten, „sind wir bereit, diese Bemühungen zu begrüßen“, sagte Kerry am Mittwoch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Allerdings dürfe mit den Angriffen nicht der syrische Machthaber Baschar al-Assad gestützt werden.

          „Wir haben deutlich gemacht, dass wir ernste Sorgen hätten, sollte Russland Gebiete angreifen, in denen mit dem IS und Al-Kaida verbundene Ziele nicht operieren“, sagte Kerry. Dies würde Russlands „ernsthafte Absichten“ beim Kampf gegen die Dschihadisten in Frage stellen.

          Russland hat in Syrien nach eigenen Angaben insgesamt 20 Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Acht strategische Ziele seien bombardiert worden, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Dabei seien Munitionsdepots und Treibstofflager sowie Kommandostellen im Gebirge vollständig zerstört worden.

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          Alle Attacken wurden nach den Daten der syrischen Armee durchgeführt“, sagte Konaschenkow. Ziele in der Nähe von „zivilen Objekten“ seien nicht angegriffen worden. Das Ministerium habe Videobilder des Einsatzes veröffentlicht, teilte er mit. Syrische Aktivisten hatten zuvor angegeben, die russischen Flugzeuge bombardierten Ziele in Gebieten der gemäßigten Rebellen. Laut der syrischen Opposition sind bei einem Luftangriff in der Provinz Homs am Mittwoch 36 Zivilisten getötet worden.

          Josh Earnest, der Sprecher des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, sagte, es sei „zu früh zu sagen, welche Ziele Russland anvisiert habe und welche Ziele am Ende getroffen wurden“. In amerikanischen Verteidigungskreisen hieß es allerdings, dass die russischen Kampfjets statt der IS-Miliz die Oppositionstruppen ins Visier genommen hätten.

          Die syrische Regierung begrüßte das militärische Eingreifen Russlands in den Bürgerkrieg im eigenen Land. „Wir unterstützen und bedanken uns für die Initiative von Russlands Präsident Wladimir Putin“, sagte der syrische Außenminister Walid Al-Muallem am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Er rief die Länder der Region auf, sich der russischen Koalition anzuschließen.

          Kerry bezeichnet Bombardements als „kontraproduktiv“

          Die russischen Luftangriffe lösten Verärgerung in den Vereinigten Staaten aus. Kerry beschwerte sich über das russische Vorgehen bei Russlands Außenminister Sergej Lawrow, wie ein hochrangiger Vertreter am Mittwoch sagte. Kerry habe die Bombardements als „kontraproduktiv" eingestuft.

          Verärgert zeigt sich Washington auch über die Art und Weise, wie sie über die bevorstehenden Luftangriffe Russlands informiert wurden. Der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, John Kirby, sagte dazu: „Ein russischer Vertreter in Bagdad informierte heute Morgen das Personal der amerikanischen Botschaft, dass russische Militärflugzeuge heute mit Anti-IS-Einsätzen über Syrien beginnen würden.“

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