https://www.faz.net/-gpf-9cq5c

Folter, Mord und Sklavenarbeit : Amerika wirft Nordkorea beispiellose Grausamkeit vor

  • Aktualisiert am

Fand deutliche Worte: Pence in Washington auf einer Konferenz zur religiösen Freiheit Bild: AFP

Der Besitz einer Bibel als Kapitalverbrechen: Amerikas Vizepräsident Mike Pence kritisiert das nordkoreanische Regime scharf – und hofft dennoch auf ein besseres Verhältnis.

          Der amerikanische Vizepräsident Mike Pence hat der nordkoreanischen Führung vorgeworfen, die Bevölkerung beispielloser Entbehrungen und Grausamkeiten auszusetzen. Das Regime habe sich mit Folter, Aushungern, öffentlichen Hinrichtungen, Mord, erzwungenen Abtreibungen und Sklavenarbeit im industriellen Stil für mehr als 70 Jahre an der Macht gehalten, sagte Pence am Donnerstag in Washington auf einer Konferenz zur religiösen Freiheit. Geschätzte 130.000 Nordkoreaner seien lebenslang in unvorstellbar brutalen Arbeitslagern eingesperrt.

          Die Christenverfolgung in Nordkorea ist nach den Worten von Pence weltweit beispiellos. Der alleinige Besitz einer christlichen Bibel sei ein Kapitalverbrechen. Menschen, die das Regime als Christen identifiziere, würden regelmäßig hingerichtet oder mit ihren Familien in Arbeitslager geschickt.

          Pence fügte hinzu, alle hofften, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbesserten und dass die Gefahr durch Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm beseitigt werde.

          Weitere Themen

          Gegen die Zombies

          FAZ Plus Artikel: Erbe der Sowjetunion : Gegen die Zombies

          Wo früher die Sowjetunion war, herrschen heute oft Diktatoren, alte Seilschaften und Korruption. Immer mehr junge Leute, denen die eingeimpfte, angstvolle Einordnung ins Kollektiv fremd ist, wollen einen anderen Weg gehen.

          Syrischer Flüchtling kehrt heim Video-Seite öffnen

          Von Berlin in den Krieg : Syrischer Flüchtling kehrt heim

          2015 kam Mohammed al-Naimi über die Balkanroute nach Deutschland, der junge Syrer baute sich in Deutschland ein neues Leben auf. Doch der Krieg in seiner Heimat ließ ihn nicht los, gegen der Rat seiner Familie kehrte er zurück und schloss sich einer ehemals von Amerika unterstützten Widerstandsgruppe an.

          Topmeldungen

          Der britische Justizminister David Gauke

          Wegen Johnson : Britischer Justizminister kündigt Rücktritt an

          Sollte Boris Johnson Premierminister werden, will David Gauke sein Amt niederlegen. Ein No-Deal-Brexit, wie ihn Johnson verfolge, bedeute seiner Meinung nach eine nationale „Demütigung“, die er nicht unterstützen könne.
          Feierliches Rekrutengelöbnis und Gedenken an den Widerstand gegen das NS-Regime

          Wegen Sicherheitsbedenken : Bundeswehr weist extremistische Bewerber ab

          Seit 2017 wird jeder potentielle Neusoldat durchleuchtet. Von mehr als 43.000 Bewerbern sind bisher 63 abgelehnt worden, darunter Neonazis, Islamisten und andere „Gewaltbereite“. Es gibt eine Vermutung, warum es nicht mehr sind.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.