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Konflikt mit Iran : Washington setzt Signale der Deeskalation

Der amerikanische Präsident Donald Trump und der amtierenden Verteidigungsminister Patrick Shanahan während einer Sitzung im Weißen Haus. Bild: AP

Bei einem Treffen im Krisenzentrum des Weißen Hauses soll Trump gesagt haben, er plane keinen Krieg gegen Iran. Es ist sehr ungewöhnlich, dass derartige Gesprächsinhalte öffentlich werden – es sei denn, das Weiße Haus hat selbst Interesse daran.

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          Angesichts der vielstimmigen Debatte über die Hintergründe beunruhigender Signale aus Iran hat der amerikanische Präsident Donald Trump bekräftigt, dass er keine militärische Konfrontation suche. Während eines Treffens im „Situation Room“, dem Krisenzentrum des Weißen Hauses, sagte der Oberbefehlshaber dem amtierenden Verteidigungsminister Patrick Shanahan, er beabsichtige nicht, einen Krieg gegen das Land zu führen. Das berichtete die „New York Times“ unter Bezug auf Regierungsangestellte am Freitag.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Es ist höchst ungewöhnlich, dass Inhalte von Gesprächen im Lagezentrum an die Medien durchgestochen werden, es sei denn, das Weiße Haus hat selbst ein Interesse daran, Dritten eine indirekte Botschaft zu übermitteln. Zuvor war berichtet worden, Trump sei verärgert über seine Berater, weil er den Eindruck habe, diese wollten ihn überstürzt in einen Krieg drängen. Im Zentrum der Kritik stand der Nationale Sicherheitsberater, John Bolton.

          Außenminister Mike Pompeo führte unterdessen ein Telefonat mit Sultan Qaboos Bin Said aus Oman über die gegenwärtige Krise. Auch dies kann als Deeskalationsbemühung betrachtet werden. Das arabische Sultanat pflegt traditionell gute Verbindungen nach Teheran; unter der Obama-Regierung vermittelte es Geheimverhandlungen zwischen dem Westen und Iran. Pompeo soll sich auch an europäische Verbündete mit der Bitte gewandt haben, dabei zu helfen, die gegenwärtige Krise zu deeskalieren.

          Jüngsten nachrichtendienstlichen Erkenntnissen zufolge könnte die Eskalation einer Verwirrung geschuldet gewesen sein, die dadurch entstand, dass die Konfliktparteien jeweils glaubten, auf Aktionen der Gegenseite zu reagieren. Seit Tagen dringen scheibchenweise interessengeleitete Informationen aus den amerikanischen Geheimdiensten an die Öffentlichkeit.

          Am Freitag berichtete das „Wall Street Journal“, amerikanische Dienste glaubten nun, Teheran sei fälschlicherweise von einem bevorstehenden amerikanischen Angriff ausgegangen und habe sich darauf vorbereitet, Gegenschläge vornehmen zu können. Zuvor hatte es geheißen, Iran wolle Amerika zu einer militärischen Überreaktion provozieren, um den schwindenden Rückhalt in der eigenen Bevölkerung zurückzugewinnen.

          Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) erinnerte unterdessen seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow an die Verantwortung Russlands für die Fortexistenz des Atomabkommens mit Iran. Maas traf ihn anlässlich der Ministertagung des Europarats in Helsinki. Er sagte, er habe daran erinnert, dass auch Moskau ein Partner des Abkommens sei und daher sein Interesse aktiv geltend machen müsse, das Abkommen zu erhalten.

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