https://www.faz.net/-gpf-7py57

Klimapolitik : Amerika will CO2-Ausstoß von Kraftwerken drastisch senken

  • Aktualisiert am

Kohlekraftwerk in Amerika Bild: AP

Es wäre die größte Maßnahme der Obama-Regierung gegen den Klimawandel: Der Präsident will offenbar die Kohlenstoffdioxid-Emissionen von Kraftwerken um rund ein Drittel reduzieren.

          Die Vereinigten Staaten wollen offenbar den CO2-Ausstoß ihrer Kraftwerke um knapp ein Drittel senken. Entsprechende Pläne würden am Montag von der Umweltschutzbehörde EPA vorgestellt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Erreicht werden solle die Reduzierung bis zum Jahr 2030. Ausgangswert dafür sei der Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr 2005. Präsident Barack Obama erklärte erst am Samstag, sein Land müsse mehr zur Reduzierung von Treibhausgasen tun.

          Sollten die Pläne umgesetzt werden, wären es die umfassendsten Regelungen zum Klimaschutz der Obama-Regierung. Die Kraftwerke, von denen die meisten mit Kohle betrieben werden, sind für rund ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes der weltgrößten Volkswirtschaft verantwortlich.

          Kritik aus der Industrie

          Das amerikanische Präsidialamt und die EPA wollten das Vorhaben zunächst nicht bestätigen. Im vergangenen Jahr war der CO2-Ausstoß offiziellen Angaben zufolge bereits um mehr als zehn Prozent unter das Niveau von 2005 gesunken.

          In der Vergangenheit hatte es für Obamas Pläne zum Klimaschutz wiederholt Kritik von der Industrie und den Republikanern gegeben. Sie erklärten, durch die Maßnahmen würden der wirtschaftliche Aufschwung und Arbeitsplätze gefährdet.

          Der UN-Weltklimarat hatte indes die Staatengemeinschaft erst Mitte April eindringlich zu einem schnelleren und ambitionierteren Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.