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Manager gegen Familienmitglieder : Amerika und Venezuela tauschen Gefangene aus

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Inhaftierte amerikanische Ölmanager auf einem undatierten vom venezolanischen Außenminister im Juni 2020 verbreiteten Bild vor dem Gebäude des Geheimdienstes in Caracas Bild: AP

Caracas lässt sieben seit Jahren inhaftierte Ölmanager ausreisen. Im Gegenzug dürfen zwei Neffen des venezolanischen Machthabers Maduro zurück in ihre Heimat.

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          In einem seltenen Gefangenenaustausch hat die autoritäre Regierung in Caracas mehrere seit Jahren in Venezuela inhaftierten Amerikaner freigelassen. Im Gegenzug setzten die amerikanischen Behörden zwei in den Vereinigten Staaten verurteilte Verwandte des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf freien Fuß. Der amerikanische Präsident Joe Biden und Außenminister Antony Blinken verkündeten die Freilassung am Samstag. Der Austausch gegen zwei Neffen von Maduros Ehefrau wurde von einem Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigt.

          Bei den sieben Freigelassenen handelt es sich größtenteils um ehemalige Ölmanager von Citgo, des amerikanischen Tochterunternehmens des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA. Sie waren 2017 in Venezuela festgenommen und 2020 in einem Korruptionsprozess zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Sechs der Freigelassenen sind amerikanische Staatsbürger und einer hat seinen ständigen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten.

          Die amerikanische Regierung kritisierte den Prozess gegen die „Citgo 6“ seinerzeit als politisch motiviert und unfair. Einer der ursprünglich sechs verurteilten Citgo-Manager war bereits nach Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela im März auf freien Fuß gesetzt worden. Beobachter werteten die Freilassung damals als Geste des guten Willens von Seiten Maduros.

          Die venezolanische Regierung bestätigte den Austausch. „Wir möchten unser Volk und die internationale Gemeinschaft darüber informieren, dass wir nach einer Reihe von Gesprächen mit der amerikanischen Regierungen die Freilassung von zwei unrechtmäßig inhaftierten jungen Männern erreichen konnten“, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. „Außerdem haben sich die Justizbehörden dazu entschlossen, eine Gruppe von verurteilten amerikanischen Staatsbürgern aus humanitären Gründen freizulassen.“

          Die Vereinigten Staaten hatten sich seit Jahren um die Freilassung der verbliebenen fünf Citgo-Manager und weiterer Amerikaner, darunter ein Marine-Veteran, bemüht. Als klar geworden sei, dass dies mit der Begnadigung der beiden Neffen von Maduros Ehefrau zu erreichen wäre, habe Präsident Biden die „schwierige Entscheidung getroffen“, den Wunsch zu erfüllen, sagte der ranghohe Mitarbeiter der amerikanischen Regierung. Er betonte, dass solche Schritte eine seltene Ausnahme bleiben würden: „Etwas anderes anzunehmen, wäre eine falsche Schlussfolgerung daraus.“

          Die Neffen von Venezuelas First Lady Cilia Flores waren 2017 wegen Drogenhandels in den Vereinigten Staaten zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt worden. Franqui Flores und Efraín Campo waren 2015 in Haiti festgenommen und an die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden, weil sie versucht hatten, große Mengen Kokain in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. Den Ermittlern zufolge stellten sie sich dabei nicht sonderlich geschickt an. Angesichts der Spannungen zwischen Washington und Caracas erklärte Maduro damals, es handle sich um eine politische Aktion der Vereinigten Staaten, um seine Ehefrau anzugreifen.

          Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hatte es zuletzt wieder Gespräche zwischen Vertretern der amerikanischen und der Maduro-Regierung in Venezuela gegeben. Zwar haben die Vereinigten Staaten auch gegen Venezuela zahlreiche Sanktionen verhängt, allerdings verfügt das für die Vereinigten Staaten recht nahe Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Die Vereinigten Staaten haben wegen des Angriffs auf die Ukraine den Import von russischem Öl verboten. Venezuela gehört neben Kuba und Nicaragua zwar zu den engsten Verbündeten Russlands in Lateinamerika, möchte aber auch seine marode Ölwirtschaft wieder ankurbeln.

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