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Koreanische Halbinsel : Amerika und Südkorea stoppen gemeinsame Großmanöver

  • Aktualisiert am

Gemeinsame Militärüberung von Südkorea und Amerika Bild: AFP

Beim Gipfel in Hanoi gab es zwar keine Einigung, trotzdem kommt Amerika den Nordkoreanern nun entgegen. Ein Ende der Großmanöver mit Südkorea soll die diplomatischen Bemühungen unterstützen.

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          Die Vereinigten Staaten und Südkorea haben das Ende ihrer gemeinsamen Großmanöver angekündigt. Die jährlichen Übungen „Key Resolve“ und „Foal Eagle“ werden eingestellt, wie das Pentagon mitteilte. Darauf hätten sich der amerikanische Verteidigungsminister Patrick Shanahan und sein südkoreanischer Kollege Jeong Kyeong Doo in einem Telefonat am Samstag geeinigt. Nach Angaben aus Seoul planen die beiden Verbündeten stattdessen kleinere Übungen.

          Die enge Kooperation der Streitkräfte beider Länder mit Blick auf Sicherheitsrisiken werde aber ebenso beibehalten wie die militärische Handlungsbereitschaft, hieß es weiter. Die Beendigung der jährlichen Frühlingsmanöver diene dazu, die diplomatischen Bemühungen zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel voranzutreiben, erklärte das südkoreanische Verteidigungsministerium laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap.

          Die Vereinigten Staaten und Südkorea hielten in den vergangenen Jahren regelmäßig Militärübungen ab, um ihre Bereitschaft für einen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zu testen. Ihre Frühjahrsmanöver lösten immer wieder heftige Proteste der kommunistischen Führung Nordkoreas aus, die den Vereinigten Staaten Angriffsvorbereitungen unterstellte. Die Regierungen in Washington und Seoul haben dies stets bestritten.

          Der mit Spannung erwartete Gipfel zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un endete am Donnerstag überraschend ohne Abschlusserklärung. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage des Abbaus des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals nicht näher und widersprachen sich später bei der Begründung. Trump sagte, Nordkorea habe die Aufhebung aller Sanktionen verlangt und die geplanten Abrüstungsschritte seien nicht weit genug gegangen. Nordkoreas Außenminister Ri Yong-ho erwiderte, sein Land habe nur eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gefordert.

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