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Amerika und China : Beim Klima hört die Feindschaft auf – vorerst

  • -Aktualisiert am

Man redet miteinander, zumindest über das Klima. Der amerikanische Gesandte John Kerry im Gespräch mit chinesischen Regierungsvertretern. Bild: AP

Präsident Joe Biden ist konstruktiver, als Donald Trump es war. Da kann China beim Klimaschutz nicht auf Konfrontationskurs gehen. Die Schwierigkeiten kommen aber, wenn es konkret wird.

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          Wenn es um das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten geht, ist die chinesische Regierung auf Konfrontationskurs. Dass diese Grundhaltung beim Thema Klimawandel nicht durchzuhalten ist, war schon vor dem Besuch des amerikanischen Klima-Unterhändlers John Kerry in Schanghai klar.

          In dieser für die Menschheit existentiellen Frage kann sich China eine Blockade nicht leisten. Und da die neue amerikanische Regierung in Klimafragen konstruktiver zu sein verspricht, führt an Kooperation zwischen Peking und Washington kein Weg vorbei. Die grundsätzliche Bereitschaft dazu haben Kerry und sein chinesischer Gesprächspartner Xie Zhenhua bekräftigt.

          Unterschiedliche Interessengruppen

          Das ist gut so. Aber das war erst der leichte Teil. Was die Kooperationsbereitschaft wert ist, wird sich zeigen, wenn es darum geht, konkrete Vereinbarungen zu treffen und gegebenenfalls nationale Entwicklungspläne an die neuen Notwendigkeiten anzupassen. Dann könnte Peking nämlich sehr schnell wieder mit seinem Standardargument bei der Hand sein, niemand dürfe sich in innere Angelegenheiten der Volksrepublik einmischen.

          Offiziell ist China zwar von dem Standpunkt abgerückt, es habe das Recht, alle Fehler zu machen, die Europa und Amerika in der Umweltpolitik gemacht haben. Aber auch in China gibt es unterschiedliche Interessengruppen. Man darf gespannt sein, wie Xi Jinping das austariert.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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