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32 Gerettete an Bord : „Alan Kurdi“ darf in Italien anlegen

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Ein Besatzungsmitglied des deutschen Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ nimmt ein Kleindkind an Bord. Bild: Sally Hayden/SOPA/dpa

Nach der Rettung am zweiten Weihnachtsfeiertag durften die Migranten am Sonntag in Pozzallo an Land gehen. Eine Schwangere und ein sechs Monate altes Baby wurden in ein Krankenhaus gebracht.

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          Die 32 Migranten des Rettungsschiffs „Alan Kurdi“ der deutschen Organisation Sea-Eye sind am Sonntag in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo an Land gegangen. Eine im siebten Monat schwangere Frau sowie ein sechs Monate altes Baby mit Ohrenentzündung kamen ins Krankenhaus; alle anderen wurden im örtlichen Hotspot untergebracht, wie italienische Medien berichteten.

          Am Samstag hatte Sea-Eye auf Twitter berichtet, Malta habe eine Evakuierung von zehn Menschen in kritischem Zustand, darunter eine Schwangere und sechs Kinder, abgelehnt. Den Hafen in Pozzallo hatte das italienische Innenministerium der „Alan Kurdi“ laut Medienberichten angesichts der teilweise schlechten Verfassung einiger Migranten am Samstagabend zugewiesen. Die EU-Kommission habe auf die Bitte Italiens hin bereits das Verteilverfahren gemäß des Abkommens von Malta eingeleitet.

          Die „Alan Kurdi“ hatte am Donnerstagabend 32 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen. Libysche Behörden hätten auf einen Notruf nicht reagiert, obwohl sich das Boot der Migranten nur etwa 17 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt befunden habe, teilte Sea-Eye am Freitag mit. Unter den Geretteten seien zehn Kinder und fünf Frauen, eine von ihnen schwanger. Das jüngste Kind sei drei Monate alt. Die Migranten seien nach eigenen Angaben libysche Staatsbürger.​

          Papst Franziskus rief unterdessen bei seinem Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz zu mehr Solidarität mit Flüchtlingsfamilien auf und erinnerte daran, dass auch Jesus, Maria und Josef ihre Heimat verlassen mussten.

          „Die Heilige Familie solidarisiert sich so mit allen Familien auf der Welt, die ins Exil gezwungen werden, sie solidarisiert sich mit all jenen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen aufgrund von Unterdrückung, Gewalt und Krieg“, sagte der Papst. Die katholische Kirche feiert an diesem Sonntag das Fest der Heiligen Familie.

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