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Jemen : Al Qaida tötet durch Anschläge 45 Huthi-Rebellen

  • Aktualisiert am

Nach Kämpfen zwischen Huthi-Rebellen und Regierungstruppen reparieren Arbeiter eine Glasfassade. Bild: Reuters

Auch der Süden der arabischen Welt stürzt ins Chaos. Eine Gruppe des Terrornetzwerkes von Al Qaida hat bei einem Anschlag auf ein Krankenhaus im Jemen mehr als 40 schiitische Kämpfer getötet.

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          Al Qaida-Kämpfer haben im Jemen am Sonntag mehrere Anschläge auf Kämpfer des schiitischen Huthi-Stammes verübt. 40 Menschen seien bei einem Selbstmordattentat auf ein Krankenhaus in der Provinz Marib getötet worden, sagte ein Krankenhausmitarbeiter. Mindestens 50 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei zwei anderen Anschlägen tötete Al Qaida nach Medienberichten fünf weitere Huthi-Rebellen.

          Die Aufständischen halten seit einer Woche wichtige militärische Stellungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa besetzt. Die Schiiten fordern mehr politische Mitbestimmung im sunnitisch regierten Jemen. Am Sonntag kam es außerdem zu Demonstrationen gegen die schiitischen Rebellen. Die Demonstranten riefen während ihres Marsches „Wir wollen keine Huthis
          mehr“ und forderten den Abzug aller bewaffneten Milizen aus Sanaa und die Rückkehr von Sicherheitskräften.

          Rakete auf amerikanische Botschaft

          Weitere Attacken gab es Medienangaben zufolge nahe Sanaa. Extremisten hätten auf einen fahrenden Wagen südlich der Hauptstadt geschossen und dabei fünf Huthi-Rebellen getötet, meldete die jemenitische Nachrichtenseite Al-Masdar Online. Zwei weitere Huthi-Kämpfer seien durch einen Sprengsatz nördlich von Sanaa verletzt worden, meldete Mareb Press.

          Zuvor hatten Extremisten am Samstag eine Rakete auf die amerikanische Botschaft in Sanaa abgeschossen. Das Geschoss ist Medienberichten zufolge 150 Meter von dem Gebäude entfernt eingeschlagen. Zwei Wachleute wurden dabei verletzt und Autos zerstört. Zu den Anschlägen bekannten sich Al Qaida oder Verbündete der Terrororganisation.

          Die Huthi-Rebellen kontrollieren die Hauptstadt  Sanaa seit gut einer Woche.  Führende Politiker hatten mit den Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Am Samstag hatten die Rebellen bekräftigt, einer Entwaffnung und einem Rückzug zuzustimmen. Die Vereinbarung ist Teil des Friedensabkommens, auf das sich die Rebellen und die Regierung unter UN-Vermittlung verständigt hatten.

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