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Al Qaida : Nachfolger Bin Ladins aus Ägypten?

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Neuer Al-Qaida-Chef könnte Medienberichten zufolge der Ägypter Mohammed Ibrahim Makkawi, alias Saif al-Adel, werden. Al-Adel soll im Jahr 1998 an den Terroranschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania beteiligt gewesen sein.

          Ein unter dem Kampfnamen Saif al-Adel bekannter ägyptischer ehemaliger Offizier soll angeblich übergangsweise die Nachfolge des Al-Qaida-Anführers Usama Bin Ladin antreten. Das meldete der amerikanische Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen Aussteiger aus dem Terroristenmilieu. Al Qaida wolle mit der Ernennung al-Adels wahrscheinlich testen, wie der Westen auf einen Terrorchef reagiere, der nicht von der arabischen Halbinsel stamme, sagte der Aussteiger nach Angaben des Senders.

          In Islamistenkreisen wird diese Nachricht allerdings offenbar noch angezweifelt. Die arabische Tageszeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ berichtete am Mittwoch, mehrere arabische Islamisten warteten noch auf eine Art „offizielle Erklärung“ des Terrornetzwerkes Al Qaida zur Frage der Nachfolge.

          Mohammed Ibrahim Makkawi, alias Saif al-Adel, war nach Erkenntnissen amerikanischer Ermittler an der Planung der Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 beteiligt. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes im Winter des Jahres 2001 soll er von Afghanistan in den Iran geflohen sein.

          Al-Adel, der einst einer Spezialeinheit der ägyptischen Armee angehört hatte, ist bisher vor allem als militärischer Führer der Terroristen in Erscheinung getreten und nicht als Ideologe. Die Rolle des Vordenkers spielt im Al-Qaida-Netzwerk aktuell vor allem der Ägypter Ayman al Zawahiri. Seif al-Adel und al Zawahiri (59) kennen sich noch aus der Zeit, in der sie beide der ägyptischen Terrororganisation Islamischer Dschihad angehörten.

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