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Feuer in Kalifornien : Minister macht Naturschützer für Waldbrände verantwortlich

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Ein Blick auf den „Holy Fire“ genannten Waldbrand am Rand des Lake Elsinore. Bild: dpa

Der amerikanische Innenminister Zinke wehrt Aussagen ab, nach denen der Klimawandel verantwortlich für die massiven Waldbränden im Westen des Landes ist. Es müssten einfach mehr Bäume gefällt werden.

          Kalifornien erlebt die schlimmsten Waldbrände seiner Geschichte. Derzeit brennen etwa 23.000 Quadratkilometer Waldfläche im Westen der Vereinigten Staaten. Für den amerikanischen Innenminister Ryan Zinke, der den Bundesstaat besucht hat, ist die Ursache laut dem „Time“-Magazin klar: Nicht der Klimawandel, sondern die Umweltaktivisten seien schuld an der schnellen Ausbreitung.

          „Wir müssen die toten und sterbenden Bäume fällen, um die Gesundheit der Wälder wiederherzustellen“, sagte Zinke dem lokalen Fernsehsender KRCR. Aktivisten würden das Holzfällen verhindern und damit dem Feuer genug Fläche zum Brennen geben. Der Klimawandel hätte ihm zufolge auch nichts mit der andauernden Intensität der Brände zu tun. Diesen „radikalen Gruppen“ sollte nicht die Kontrolle über den Klima-Dialog überlassen werden.

          Die Lösung des Problems ist laut Zinke „aktive Wald-Bewirtschaftung“, soll heißen: Bäume fällen. Einige Umweltaktivisten sehen darin eine Ausrede, um mehr Baufläche für Unternehmen zu erhalten. Athan Manuel von der amerikanischen Umweltorganisation „The Sierra Club“ reagiert auf die Anschuldigungen des Innenministers: „Beleidigungen werden die Wahrheit, dass der Klimawandel die Waldbrände verschärft, nicht ändern. Die einzige Gefahr hier geht von Zinkes Versagen zu reagieren aus.“

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